Putins Spiele

Putins Spiele

Der Kontext der Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014


Die Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014 haben enorme Bedeutung für die gesamte Region an der russischen Schwarzmeerküste. Die Regierung von Wladimir Putin preist den mit Sotschi 2014 verbundenen Modernisierungsschub für Russland und  scheint sich auf die Rolle als strahlende Gastgeberin zu freuen, die mit einer internationalen Großveranstaltung glänzen kann.

Kritikerinnen und Kritiker betonen dagegen den hohen Preis, den die Region dafür zahlt, Austragungsort des Großereignisses zu sein: Der Aufbau der olympischen Infrastruktur führt zur Landschaftsverformung der gesamten Region, mitten in Naturschutzgebieten wurden Autobahnen und gigantische Sportstätten errichtet.

Teile der betroffenen Bevölkerung wurden – gegen Kompensation – umgesiedelt. Die veranschlagten Kosten für Sotschi haben sich mittlerweile verfünffacht, damit werden es die bisher teuersten Olympischen Spiele weltweit sein. Eine angemessene Nutzung der olympischen Sportstätten für den alltäglichen Tourismusbetrieb nach den Spielen schließen die Kritiker/innen aus, Putins Prestigeobjekt sei dafür zu überdimensioniert und würde die Region vielmehr durch Überkapazitäten belasten.

Der Abend mit Gästen und Fachleuten aus der Region soll „Nahaufnahmen“ der tatsächlichen Entwicklung und des Vorbereitungsstands der Winterspiele in Sotschi 2014 zeigen. Außerdem werden Fragen nach den Entwicklungsperspektiven für die Region nach den Spielen diskutiert.

Die Filmemacherin Steffi Wurster war vielfach in der Region und wird Ausschnitte aus ihrem Dokumentarfilm zum Umbau der Imeretinskaja-Bucht, zur Umsiedlung der Bevölkerung und der Landschaftsverformung vorstellen.