Ausstellung Mittwoch, 27. Juni 2018 in
Berlin

Queering The Gaze

In der Doppelausstellung zeigen die Fotograf*innen Zanele Muholi und Mikael Owunna eine bislang in Deutschland nicht gezeigte Werkserie.

Urheber/in: linke Bild: Mikael Owunna / rechte Bild: © Zanele Muholi. Courtesy of Stevenson, Cape Town/Johannesburg and Yancey Richardson, New York. All rights reserved.
Datum, Uhrzeit
Mi., 27. Juni 2018, 16.00 Uhr  –
Fr., 27. Juli 2018, 19.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Öffnungszeiten
Mittwoch bis Samstag, 16:00-19:00
Adresse
Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin

*English text below*

In der Doppelausstellung „Queering The Gaze“ zeigen die Fotograf*innen Zanele Muholi und Mikael Owunna eine bislang in Deutschland nicht gezeigte Werkserie, die sich afrikanischen und afrodiasporischen LGBTIQ* Lebenswirklichkeiten und Identitäten widmen.

LGBTIQ* Themen werden in vielen Ländern Afrikas kriminalisiert, tabuisiert oder schlicht negiert. In Europa wiederum dominiert ein Bild afrikanischer Gesellschaften, welches die politischen Kämpfe und die komplexe Geschichte und Aktualität geschlechtlicher Vielfalt in Afrika ignoriert oder diese lediglich durch das Prisma westlicher feministischer Interventionen begreifbar macht.

Während die südafrikanische Muholi in zahlreichen Werken, wie der international ausgezeichneten Portrait-Serie „Faces and Phases“, Lebenswege Schwarzer lesbischer Frauen in verschiedenen Ländern Afrikas in den Fokus nimmt, portraitiert der nigerianisch-schwedische Owunna in seinem Projekt „Limit(less)“ queer identifizierende Personen afrodiasporischer Communities in Europa und den USA.

alpha nova & galerie futura und die Heinrich-Böll-Stiftung zeigen eine Reihe von Arbeiten beider Künstler*innen, welche afrikanische und diasporische Artikulationen geschlechtlicher Vielfalt sichtbar machen.

Die Portraitierten von Muholi und Owunna vereinen mühelos verschiedene Identitäten und Identifizierungen und entziehen sich stereotypischer Repräsentationen. Die Bilder vermitteln eine empathische Euphorie und erzeugen auch durch ihre materielle Präsenz eine explizite und ursächliche Wirkmächtigkeit.

Beide Künstler*innen verstehen ihre Arbeiten als visuellen Aktivismus und Empowerment für Schwarze queers und Queers of Colour und sind seit Jahren selber in aktivistischen Bewegungen gegen Homophobie engagiert. Ausgehend von eigenen Diskriminierungserfahrungen schaffen sie Bilder, die selbstermächtigende Geschichten erzählen.

Öffnungszeiten: 27.06.-27.07.2018, Mittwoch bis Samstag, 16:00-19:00

English

„Queering The Gaze“ is a combined exhibition of the works of the acclaimed photographers Zanele Muholi and Mikael Owunna which addresses queer African and Afro-diasporic realities and identities.

In many African countries, sexual minorities are criminalised, and questions around LGBTIQ* remain a taboo or are simply negated. The dominant European view on African societies, on the other hand, commonly ignores the political efforts and complex histories of sexual diversity in Africa and tends to perceive them through the prism of Western feminist interventions.  

In the internationally acclaimed portrait series „Faces and Phases“, South African artist Muholi focuses her lens on the lives of Black lesbian women in different African countries, while Nigerian-Swedish photographer Owunna for his project „Limit(less)“ portrayed Afro-diasporic queer individuals in Europe and the USA.

alpha nova & galerie futura and Heinrich Böll Stiftung present selected works of both artists, that make visible African and Afro-diasporic expressions of sexual diversity.

Those portrayed by Muholi and Owunna effortlessly combine different identities and identifications and defy any stereotypical representations. Instead, the images convey an empathetic euphoria and by being materially present, explicitly and causally create a lasting impact on the viewer.

Both artists understand their works as visual activisms for the empowerment of queer Blacks and People of Colour. By connecting them with their own queer experiences, their works represent strong visuals of emancipation.