Vortragsreihe Montag, 16. Januar 2017 in
Berlin

Querfront

Die Allianz der Populisten

Urheber/in: Thorsten Krienke. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons License.
Datum, Uhrzeit
Montag, 16. Januar 2017, 19.30 Uhr – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Teilnahmegebühren
Ticket Created with Sketch.
frei
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Teil der Reihe
Auf der Höhe - Diagnosen zur Zeit

„Querfront“ ist ein schillernder Begriff. Er taucht meistens im Zusammenhang mit Versuchen auf, im politischen Kampf gegen die Globalisierung eine Allianz aus Rechten und Linken zu schmieden. Dieser Ansatz ist keineswegs neu: Die „Querfront“ war in den zwanziger und frühen dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts der Versuch von rechts, eine autoritäre Herrschaft mit klassenübergreifender Basis zu installieren: Mit nebulösen Konstruktionen wie einem „deutschen Sozialismus“ sollten der Gegenseite die Anhänger abgeworben werden, ohne die Standpunkte des deutschen Nationalismus wesentlich zu verändern.

Der Historiker und Publizist Volker Weiß lässt ausgehend von der Gegenwart die historischen Modelle Revue passieren, um aufzuzeigen, dass die Beschwörung von Querfronten historisch wie zeitgenössisch eine Propagandaphrase ist, bei der die Emanzipation nur verlieren kann.

Mit:

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Kontakt:
Stephan Depping
E-Mail: depping@boell.de
Telefon 030-285 34 223

Lesetipp zum Thema:
Wolfgang Storz (2015): Querfront - Karriere eines publizistisch-journalistischen Netzwerks, Arbeitspapier der Otto-Brenner-Stiftung

 

Hintergrund
In welcher Welt leben wir? So banal es klingt, es gehört zum Schwierigsten, Abstand zu gewinnen – auf die Höhe zu gehen – um das eigene Jetzt klarer zu sehen. Zeitgeistige Bestseller gibt es viele, erhellende Zeitdiagnosen sind selten. Schauen wir also, wo interessante Perspektiven auf unsere Gegenwart eröffnet werden. Versuchen wir einen ungewohnten, gerne auch schrägen Blick, der uns die Gegenwart anders sehen lässt. 35 Jahre nach den "Stichworten zur 'geistigen Situation der Zeit'" nehmen wir mit der Vortragsreihe "Auf der Höhe" das Experiment nochmals auf. Abermals fragen wir Intellektuelle zu zentralen gesellschafts- und kulturdiagnostischen Stichworten unserer Zeit. In den nächsten Monaten und Jahren buchstabieren wir das Alphabet durch, von A wie Authentizität über D wie Drastik, J wie Jugend, ewige bis R wie Resonanz und Z wie Zombie.

In Medienpartnerschaft mit taz und Freitag.