Buchvorstellung und Diskussion Dienstag, 20. Februar 2018 in
Berlin

Reclaim, recode, reinvent

Urban art and activism in Eastern Europe

Dmitry Davlechin, ‘A One-man Protest for the Liberation from Neanderthals!' 2016, Volgograd. Urheber/in: Gala Izmaylova. All rights reserved.
Datum, Uhrzeit
Dienstag, 20. Februar 2018, 18.30 Uhr – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Sprache
Englisch
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin

Buchpräsentation mit Künstlergesprächen

Künstlerinnen und Kuratoren aus Ost- und Südosteuropa präsentieren ihre subversiven Strategien in urbanen Räumen. Wie überlebt engagierte Kunst in Zeiten der Entdemokratisierung?

Mit der Buchpräsentation von "Reclaim, recode, reinvent - Urban art and activism in Eastern Europe" stellen wir die versammelten Beiträge und Projekte aus dem Netzwerk „KOORDINATENSYSTEM“ vor. 2017 diskutierten Kunst- und Kulturschaffende aus zwölf ost-, südost- und mitteleuropäischen Ländern ihre aktuelle Aktionskunst in Berlin.

Sie zeigen aktive Möglichkeiten auf, an Stadtentwicklung kreativ teilzuhaben:

Im Gespräch mit Anton Valkovsky, Kurator aus Wolgograd, wollen wir erfahren, wie still gelegte urbane Räume von jungen Leuten und ihrer Kunst wiederbelebt und leere öffentliche Rituale enttarnt werden.

Liva Dudareva Gründerin des Kunstkollektiv Metasitu aus Lettland, gibt Einblick in das Projekt "14. Bezirk". Das Kollektiv erweiterte die ukrainische Stadt Slavutych um einen utopischen Bezirk. Die Stadt wurde nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl aus dem Boden gestampft.

Jovanka Popova aus Mazedonien beschäftigt sich mit der Protest-Ästhetik der Farbenrevolutionen und geht dem Anteil sozialer Konflikte in der Entwicklung von öffentlichen Räumen nach.

Öffentliche Räume werden von den Verfasser/innen als Indikatoren der gesellschaftlichen Demokratisierung gesehen. Sie sind auch Orte des Konflikts, in denen unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen. Wie kann Kunst intervenieren und die Situation der Raumaneignung durch private Investoren beeinflussen? Welche künstlerischen Praktiken haben sich bewährt?


Mit:

  • Liva Dudareva, Künstlerin, Kunst-Kollektiv Metasitu, Riga, Lettland
  • Anton Valkovsky, Kurator, Wolgograd, Russland
  • Jovanka Popova, Kuratorin, Skopje, Mazedonien
  • Ivan Ponosov, Künstler, Autor, Kurator; Moskau, Russland


Moderation: Barbara Anna Bernsmeier, Kulturmanagerin, Berlin

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Der Eintritt ist frei.  

Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung mit der kuratorischen Initiative "Butterbrot Cultural Project"

Information:
Katja Giebel
Heinrich-Böll-Stiftung, Referat Ost- und Südosteuropa
E giebel@boell.de
T 030-28534388