Russische Zivilgesellschaft unter Druck

Russische Zivilgesellschaft unter Druck

Die rechtliche und finanzielle Lage russischer zivilgesellschaftlicher Organisationen und Initiativen hat sich in den letzten Jahren deutlich verschlechtert. Das "Gesetz über ausländische Agenten", das die Zusammenarbeit mit ausländischen Stiftungen als "Agententätigkeit" diskreditiert, und die von Parlament und Föderationsrat verabschiedete sog. "patriotische Stopp-Liste", die die Arbeit v.a. amerikanischer Geberorganisationen kriminalisiert, haben unmittelbare Auswirkungen bis in entlegene Regionen des Landes. V.a. aber markieren sie eine grundsätzliche Veränderung des politischen und rechtlichen Verhältnisses zwischen dem Staat und unabhängigen gesellschaftlichen Initiativen.

Wie sieht dieses Verhältnis heute im Zentrum und den Regionen aus? Wie verändert sich zivilgesellschaftliche Arbeit unter den veränderten Rahmenbedingungen? Und welche Formen internationaler Kooperation und Unterstützung sind nach den gesetzlichen Einschränkungen noch möglich, sinnvoll oder gar notwendig?

Mit:

  • Pavel Chikov, Agora, Kazan (Russland)
  • Elena Zhemkova, Memorial Moskau (Russland)
  • Viktor Voronkov, Unabhängiges Zentrum für Sozialforschung, St. Petersburg (Russland)
  • Alexei Kozlov, Verein Solidarität mit der Bürgerbewegung in Russland e.V., Berlin/Voronesh (Russland)

 

Sprachen:
Russisch/Deutsch mit Simultanübersetzung

 

Hinweis: Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Im Anschluss gibt es Gelegenheit zum informellen Austausch.

Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung mit dem Verein Solidarität für die Bürgerbewegung in Russland e.V. und dem Prague Civil Society Centre

 

Kontakt:  
Nina Happe
Projektbearbeiterin Ost- und Südosteuropa
Heinrich-Böll-Stiftung
E-Mail: happe@boell.de 
Telefon: +49 (0) 285 34 - 384