Podiumsdiskussion Mittwoch, 05. September 2018 in
Berlin

Selbstbestimmung oder (Straf-)rechtliche Regelung?

Feministische Positionen zum Schwangerschaftsabbruch und §218

Urheber/in: Heinrich-Böll-Stiftung . All rights reserved.
Datum, Uhrzeit
Mittwoch, 05. September 2018, 19.00 Uhr – 20.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Sprache
Deutsch
Englisch
Veranstalter/in
Gunda-Werner-Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung
Teil der Reihe
StreitWert - Politik im Dialog
Livestream
Livestream aufrufen

Nach dem aufsehenerregenden Urteil gegen die Ärztin Kristina Hänel im November 2017 gab es das Momentum, Schwangerschaftsabbrüche zu entkriminalisieren. Die Abschaffung des im §219a festgelegten „Werbeverbots“ für Abbrüche stand kurz bevor. Doch dann intervenierte die Union harsch zugunsten der bestehenden Kriminalisierung und die SPD knickte ein.

Die Selbstbestimmung der Frau* gilt in feministischen Kämpfen als Grundkonsens und die Konzentration auf die Abschaffung von §218 ist seit Jahrzehnten eine zentrale politische Strategie. Nachdem aber fast ein Jahr nach dem Hänel-Urteil weder eine Reform von §218 noch dessen Abschaffung durch die Politik erreicht wurde, gilt es in feministischen Bündnissen diese Strategie neu zu überdenken.

Die Diskussionen und Berichterstattung der letzten Monate haben gezeigt, dass §218 weiterhin als Tabuthema verhandelt wird und die Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen so nicht erreicht werden kann. Eine breite feministische Plattform für die Abschaffung von §218 ist zurzeit nicht möglich. Doch das Thema bleibt und brennt verschiedenen zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und Bündnissen auf den Nägeln und Forderungen nach kompletter Abschaffung von §218 werden lauter.

Am Vorabend der Berufungsverhandlung gegen die in erster Instanz nach §219a verurteilte Ärztin Kristina Hänel am 06. September 2018 wollen wir die Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen durch die Abschaffung von §218 in den Fokus rücken und diskutieren, wie sich die verschiedenen feministischen Ansätze dazu verhalten. Was trennt uns, was eint uns? Was ist der Kern des Dissens - und wie lässt er sich überwinden?

Mit:

  • Dr. Antje Schrupp Journalistin und Bloggerin, Buchautorin
  • Gesine Agena (Bündnis 90/Die Grünen, Frauenpolitische Sprecherin)
  • Prof. Daphne Hahn (ProFamilia, Berlin)
  • Adriana Lamackova (Center for Reproductive Rights)
  • Moderation: Peggy Piesche (Referentin, Gunda-Werner-Institut)

* angefragt

Kontakt

Zoha Aghamehdi, Gunda-Werner-Institut
zoha.aghamehdi@boell.de

Event invitation in English.