Buchvorstellung und Diskussion Dienstag, 22. Mai 2018 in
Berlin

Systemfehler?

Bosnien-Herzegowinas langer Weg zu europäischer Normalität

Sarajevo auf dem Weg nach Westen. Urheber/in: sbamueller. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons License.
Datum, Uhrzeit
Dienstag, 22. Mai 2018, 18.00 Uhr – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
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Die Herausgeber Tobias Flessenkemper und Dr. Nicolas Moll stellen den soeben erschienenen Sammelband "Das politische System Bosnien und Herzegowinas. Herausforderungen zwischen Dayton-Friedensabkommen und EU-Annäherung" vor und diskutieren mit Gästen und Publikum.

Der Sammelband stellt in elf Kapiteln relevante Aspekte des komplexen politischen Systems von Bosnien und Herzegowina dar. Damit bietet der Band auch für Laien zugängliche und wissenschaftlich fundierte Grundlagen für die Diskussion eines politischen Systems, das als Provisorium konzipiert war und dauerhafter wurde als viele vorherige staatliche Ordnungen in Bosnien und Herzegowina.

Im Oktober 2018 finden in Bosnien und Herzegowina Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Kaum jemand erwartet von der achten Wahl nach dem Krieg Veränderungen für ein Land, das in einer “stabilen Dauerkrise” zu verharren scheint. Diese andauernde politische Stagnation wird meist mit dem Friedensabkommen von Dayton aus dem Jahr 1995 in Verbindung gebracht - ein Abkommen, das vielen als “Systemfehler” gilt. Aber handelt es sich dabei um eine ausreichende Erklärung? Und inwieweit lassen sich hinter dem pauschalen Begriff “Stagnation” nicht doch auch gesellschaftliche, politische, kulturelle und wirtschaftliche Dynamiken erkennen?

Mit:
Adnan Ćerimagić (European Stability Initiative, Berlin)
Tobias Flessenkemper (Politikwissenschaftler, Düsseldorf)
Dr. Nicolas Moll (Historiker, Sarajevo / Paris)

Moderation: Hana Stojić (Traduki / S. Fischer Stiftung, Berlin)

 

Information: 
Gudrun Fischer, Programmkoordination Ost- und Südosteuropa, Heinrich-Böll-Stiftung e.V.,
E-Mail, fischer@boell.de, Telefon 030-285 34 -382

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Veranstaltung wird auch als Livestream übertragen.