Workshop Montag, 08. Mai 2017 in
Berlin

Trumps Rückschritt in der Klimapolitik: Können wir das Klimachaos noch vermeiden?

Eine Veranstaltung zur weltweiten Divestment Mobilisationswoche

Datum, Uhrzeit
Montag, 08. Mai 2017, 18.00 Uhr
Adresse
Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Teilnahmegebühren
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Eintritt frei
Veranstalter/in
Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

Auf dem Klimagipfel von Paris Ende 2015 versprachen die USA und China, ihren Treibhausgasausstoß drastisch zu senken. Dies war ein Hauptgrund für dessen Erfolg. Präsident Obamas Versprechen basierten auf dem Clean Power Plan, seinem Gesetz zur Drosselung der Energieerzeugung aus Kohle, Öl und Gas und zur Förderung von Sonne und Wind.

Doch die neue Trump-Regierung löschte nach ihrem Antritt jeden Klimawandelhinweis von den Webseiten des Weißen Hauses. Ende März 2017 verkündete sie, Obamas Clean Power Plan per Federstrich wieder aus der Welt zu schaffen. Ist damit der Klimaschutz gescheitert?

Immerhin gab es noch keinen Dominoeffekt in der Klimadiplomatie. China will am Klimaschutz festhalten. In den USA und weltweit regt sich Widerstand gegen die Entscheidungen der Trump-Regierung. Ein Ausdruck hiervon ist die „Global Divestment Mobilisation Week“, die in diesem Jahr zwischen dem 5. und dem 13. Mai weltweit stattfindet – auch in Berlin: Verschiedene Aktionen, Diskussionen, Filmvorführungen und Klimapreisverleihungen begleiten diese Woche.

Wir möchten in diesem Rahmen über die neusten Klimaschutzentwicklungen berichten. Klimaschutz und Finanzinvestitionen hängen eng zusammen, wer sich für den Klimaschutz einsetzten will, muss diese Zusammenhänge kennen. Trumps Begünstigung der Kohleindustrie bremst die Fortschritte im Klimaschutz erneut aus. Um einen Schlussstrich unter die fossile, klimaschädliche Energieerzeugung zu setzten, ist die Divestment-Bewegung entstanden. Sie engagiert sich weltweit dafür, den Abzug aller Finanzanlagen aus Kohle-, Öl- und Gasindustrien voranzubringen. Heute erringen Divestment-Gruppen beinahe täglich Erfolge in den Industrie- und Entwicklungsländern. So auch in Berlin: 2016 entschieden sich alle Berliner Fraktionen im Abgeordnetenhaus für einen Abzug der Berliner Finanzanlagen aus klimaschädlichen Unternehmen.

Hiervon berichtet in diesem Workshop Christoph Meyer. Zusammen mit den Teilnehmern geht er auch der Frage nach, wie das Klimaübereinkommen von Paris 2015 der Divestment-Bewegung zusätzlich Schub verleiht und ob Trump dies verhindern kann.

Mit:
Christoph Meyer, Dipl. Soz., hat als Tropenwald-Campaigner der Umweltorganisation Robin Wood die Kampagne für FSC-zertifizierte Gartenmöbel geleitet. Seit 2009 beschäftigt er sich mit internationaler Klimapolitik und mit Anpassung an den Klimawandel. Er ist bei Fossil Free Berlin engagiert und ist in der Bildungsarbeit aktiv.

-Eintritt frei-

Anmeldung unter: lazova@bildungswerk-boell.de

Veranstaltungsort: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung, Sebastianstraße 21, 10179 Berlin

U8|M29 Moritzplatz plus 5 min.

Die Veranstaltung wird mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin finanziert.