Lesung und Gespräch Mittwoch, 21. März 2018 in
Hamburg

Wer Migranten aufhält bekommt dafür Geld

Über neue Grenzen in Afrika und andere Folgen der Abschottung

Urheber/in: Pixabay. All rights reserved.
Datum, Uhrzeit
Mi., 21. März 2018,
19.30 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Veranstalter/in
Landesstiftung Hamburg (Umdenken)

Es gibt viele Gründe für Migration: Verfolgung und Krieg, Armut und Hunger, aber auch das Streben nach einem besseren Leben. Migration ist – kurz definiert – die mittel- oder langfristige Verlagerung des Lebensmittelpunktes. Das geschieht in großer Zahl im legalen Rahmen, aber auch außerhalb dessen und betrifft Europa in zunehmenden Maße.

Migrationskontrolle ist daher in der EU zu einer Frage von höchster innenpolitischer Bedeutung geworden. Mit Hochdruck werden die Beziehungen zu den Regierungen auf dem afrikanischen Kontinent auf eine solche Kontrollfunktion ausgerichtet. Diese sollen ihre Bürger*innen daran hindern, nach Europa zu gelangen und erhalten im Gegenzug Militär- und Wirtschaftshilfe in Milliardenhöhe. Selbst Regime, die schwere Menschenrechtsverletzungen begehen, sind in diese Politik eingebunden.

Die Bewegungsfreiheit in Afrika wird eingeschränkt, Entwicklungshilfe umgewidmet und an Bedingungen geknüpft: Wer Migrant*innen aufhält, bekommt dafür Geld. Am meisten aber profitieren IT-Unternehmen sowie Rüstungs- und Sicherheitskonzerne in Europa selbst. Neben dem Reflex der Abschottung gibt die EU Politik vor, "Fluchtursachen bekämpfen" zu wollen - vor allem durch Förderung wirtschaftlicher Ansätze vor Ort, die Migranten zum Dableiben bewegen sollen.

Lesung und Diskussion mit Christian Jakob, Autor des Buchs „Diktatoren als Türsteher Europas“ (Ch. Links Verlag) und Kirsten Maas-Albert, Herausgeberin des Buchs „Die Orangen in Europa schmecken besser“ über Fluchtursachen, ihre Bekämpfung und was daran nicht stimmt (Schriftenreihe Demokratie der Heinrich Böll Stiftung)

Moderation: Conni Gunßer, Flüchtlingsrat Hamburg e.V.

 

Ort:
Cantina fux & ganz, Bodenstedtstraße 16, Altona

Eintritt frei

Veranstaltet von umdenken Heinrich Böll Stiftung Hamburg e.V. in Kooperation mit dem Flüchtlingsrat Hamburg e.V.

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung

Die Veranstaltung ist für Rollstuhlfahrer*innen zugänglich. Ein barrierefreies WC ist vorhanden. Für den Fall, dass weitere Unterstützung benötigt wird, bitten wir um Benachrichtigung an info@umdenken-boell.de.