Wie viele Studierende braucht das Land?

Wie viele Studierende braucht das Land?

Zur Debatte um akademische und berufliche Bildung

Berliner Hochschuldebatten #23

Podiumsdiskussion
 

„Wir sollten den Akademisierungswahn stoppen“, so das provokante Statement unseres Diskutanten Professor Julian Nida-Rümelin. Aus seiner Sicht hat Deutschland zu viele Studierende – über die Hälfte eines Altersjahrgangs. „Wir brauchen mehr Akademiker“, lautet dagegen die Forderung derer, die die internationalen Vergleichszahlen und sich wandelnde Ansprüche in vielen Berufs- und Tätigkeitsfeldern im Blick haben. Die Argumente und Motive für beide Positionen sind vielfältig, komplex und spannend. Ihnen auf den Grund zu gehen, ist Ziel unserer Debatte:

  • Welche Fachkräfte brauchen wir in Zukunft? Wo zeichnet sich ein Fachkräftemangel ab? Wie kann der Bedarf ermittelt werden und wo liegt eine gute Balance zwischen akademischer und beruflicher Ausbildung?
  • Sollte man junge Menschen bei der Wahl zwischen Ausbildung und Studium im Sinne eines übergeordneten gesamtgesellschaftlichen Interesses beeinflussen? Wo liegen Vor- und Nachteile, wo Möglichkeiten und Grenzen?
  • Wie verändert sich die Arbeitswelt und welche Folgen hat dies für die Ausbildung und Qualifizierung junger Menschen?
  • Duale Studiengänge erfreuen sich seit Jahren wachsender Beliebtheit. Ist das duale Studium das Modell der Zukunft, weil es akademische und berufspraktische Ausbildungsinhalte verbindet?
  • Wie kann es angesichts der Dominanz von quantitativen Kennzahlen gelingen, wieder die Qualität von akademischer und beruflicher Ausbildung in den Fokus zu rücken? Wie können wir mehr Flexibilität zwischen beiden Bereichen ermöglichen?

Der Wissenschaftsrat hat jüngst Empfehlungen zur Entwicklung des dualen Studiums vorgelegt, die auf www.wissenschaftsrat.de abrufbar sind.

Die Veranstaltung kann als Livestream angesehen werden unter boell.de/stream