- Donnerstag, 03. November 2011 – Freitag, 04. November 2011 In meinem Kalender speichern
1. Europäisches Geschichtsforum
Geteilte Erinnerungen
70 Jahre nach dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion und Jugoslawien: Deutsche, ost- und südosteuropäische Geschichtsdiskurse.
Im Jahr 2011 jährten sich zum 70. Mal zwei tiefe Einschnitte in der Geschichte Ost- bzw. Südosteuropas: Der deutsche Angriff auf Jugoslawien am 6. April und der Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941. 20 Jahre nach dem Zusammenbruch beider Vielvölkerstaaten zählt die Geschichte des Widerstandes und des letztlich siegreichen Krieges gegen die deutschen Invasoren immer noch zu den zentralen Themen in der Historiographie der meisten Nachfolgestaaten der Sowjetunion und Jugoslawiens. Darstellung und Interpretationen dieser Ereignisse haben sich jedoch in eine Vielzahl zum Teil gegensätzlicher Narrative ausdifferenziert, deren Gültigkeit für die jeweilige „nationale Geschichtsschreibung“ oft eher politischen als wissenschaftlichen Kriterien folgt.
Im Austausch mit vorwiegend jüngeren Historikerinnen und Historikern aus Russland, der Ukraine, Serbien, Kroatien, Polen und Deutschland sollen auf der Tagung leitende Charakteristika der jeweiligen Geschichtsdiskurse in den verschiedenen Ländern analysiert werden. Damit soll zugleich der Frage nachgegangen werden, welche Trennlinien und Tabus eine gemeinsame Aufarbeitung der Geschichte des Zweiten Weltkrieges und ein gemeinsames Gedenken an dessen Opfer bis heute so schwer machen. Welche Elemente des wissenschaftlichen, publizistischen und pädagogischen Umgangs mit der Geschichte wären konstitutiv für eine gemeinsame „europäische Erinnerungskultur“, die zugleich den unterschiedlichen Perspektiven Raum lässt?
Die von der Heinrich-Böll-Stiftung und ihrem russischen Partner, dem Wissenschaftlichen Informationszentrum Memorial, gemeinsam begonnene Initiative „Europäisches Geschichtsforum“ hat das Ziel, v.a. jüngeren Historikerinnen und Historikern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Museen, Medien und Nichtregierungsorganisationen aus Ost-, Südost- und Westeuropa die Gelegenheit zum Austausch zu geben. So soll ein gesamteuropäischer Diskurs zu Erinnerungskulturen und Geschichtspolitik vorangebracht werden. Das Forum richtet sich zugleich an alle, die sich beruflich, ehrenamtlich oder privat kritisch mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts und ihrer Vermittlung beschäftigen.
Fachtagung und öffentliche Podiumsdiskussion
Mit:
Arsenij Roginskij - Memorial, Moskau
Stefan Troebst - Universität Leipzig
Andrij Portnov - Historiker, Publizist, Kiew
Jewgenija Ljosina - Levada-Zentrum, Moskau
Felix Ackermann - Institut für angewandte Geschichte, Universität Viadrina, Frankfurt/O.
Jörg Morré - Deutsch-Russisches Museum Berlin Karlshorst
Drago Roksandic - Historiker, Universität Zagreb
Ewgenij Zacharow - Charkiwer Menschenrechtsgruppe, Charkiw
Dr. Rafal Zytniec - Zentrum für historische Forschung Berlin der polnischen Akademie der Wissenschaften
Milan Ristovic - Historiker, Universität Belgrad
Natalja Kaljagina - Web-Portal „Geschichtsstunden“, Moskau
Irina Scherbakowa - Memorial Moskau
u.a.
Im Jahr 2011 jährten sich zum 70. Mal zwei tiefe Einschnitte in der Geschichte Ost- bzw. Südosteuropas: Der deutsche Angriff auf Jugoslawien am 6. April und der Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941. 20 Jahre nach dem Zusammenbruch beider Vielvölkerstaaten zählt die Geschichte des Widerstandes und des letztlich siegreichen Krieges gegen die deutschen Invasoren immer noch zu den zentralen Themen in der Historiographie der meisten Nachfolgestaaten der Sowjetunion und Jugoslawiens. Darstellung und Interpretationen dieser Ereignisse haben sich jedoch in eine Vielzahl zum Teil gegensätzlicher Narrative ausdifferenziert, deren Gültigkeit für die jeweilige „nationale Geschichtsschreibung“ oft eher politischen als wissenschaftlichen Kriterien folgt.
Im Austausch mit vorwiegend jüngeren Historikerinnen und Historikern aus Russland, der Ukraine, Serbien, Kroatien, Polen und Deutschland sollen auf der Tagung leitende Charakteristika der jeweiligen Geschichtsdiskurse in den verschiedenen Ländern analysiert werden. Damit soll zugleich der Frage nachgegangen werden, welche Trennlinien und Tabus eine gemeinsame Aufarbeitung der Geschichte des Zweiten Weltkrieges und ein gemeinsames Gedenken an dessen Opfer bis heute so schwer machen. Welche Elemente des wissenschaftlichen, publizistischen und pädagogischen Umgangs mit der Geschichte wären konstitutiv für eine gemeinsame „europäische Erinnerungskultur“, die zugleich den unterschiedlichen Perspektiven Raum lässt?
Die von der Heinrich-Böll-Stiftung und ihrem russischen Partner, dem Wissenschaftlichen Informationszentrum Memorial, gemeinsam begonnene Initiative „Europäisches Geschichtsforum“ hat das Ziel, v.a. jüngeren Historikerinnen und Historikern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Museen, Medien und Nichtregierungsorganisationen aus Ost-, Südost- und Westeuropa die Gelegenheit zum Austausch zu geben. So soll ein gesamteuropäischer Diskurs zu Erinnerungskulturen und Geschichtspolitik vorangebracht werden. Das Forum richtet sich zugleich an alle, die sich beruflich, ehrenamtlich oder privat kritisch mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts und ihrer Vermittlung beschäftigen.
Fachtagung und öffentliche Podiumsdiskussion
Mit:
Arsenij Roginskij - Memorial, Moskau
Stefan Troebst - Universität Leipzig
Andrij Portnov - Historiker, Publizist, Kiew
Jewgenija Ljosina - Levada-Zentrum, Moskau
Felix Ackermann - Institut für angewandte Geschichte, Universität Viadrina, Frankfurt/O.
Jörg Morré - Deutsch-Russisches Museum Berlin Karlshorst
Drago Roksandic - Historiker, Universität Zagreb
Ewgenij Zacharow - Charkiwer Menschenrechtsgruppe, Charkiw
Dr. Rafal Zytniec - Zentrum für historische Forschung Berlin der polnischen Akademie der Wissenschaften
Milan Ristovic - Historiker, Universität Belgrad
Natalja Kaljagina - Web-Portal „Geschichtsstunden“, Moskau
Irina Scherbakowa - Memorial Moskau
u.a.
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin