Podiumsdiskussion

Donnerstag, 08. Oktober 2026 17.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Podiumsdiskussion

28. Böll-Forum NRW: Von Polykrisen zu Polylösungen

Klimaschutz zusammendenken mit Frieden, Demokratie und sozialer Gerechtigkeit

Kaum eine öffentliche Debatte kommt derzeit ohne aus, kaum ein politisches Themenfeld bleibt unberührt: Das Ausrufen von Krisen prägt unsere gesellschaftliche Gegenwart stärker denn je. Mehr noch, Wirtschaftskrise, Sicherheitskrise, Demokratiekrise, Krise der liberalen Weltordnung und Klimakrise scheinen sich immer schneller zu verdichten und zu überlagern. Häufig ist dabei von einer Polykrise oder von multiplen Krisen die Rede. Gerade junge Menschen erleben diese Entwicklung oft als Verunsicherung und fragen sich, wie angesichts der Vielzahl an Herausforderungen überhaupt noch zukunftsfähiges politisches Handeln möglich ist.

Zugleich entsteht der Eindruck, dass all die Krisen zwangsläufig miteinander konkurrieren. Je nach politischer Perspektive wird die Bewältigung der einen als dringlicher angesehen als die der anderen. So verfestigt sich die Vorstellung, Zielkonflikte zwischen wirtschaftlicher Entwicklung, Sicherheit, sozialer Gerechtigkeit, Menschenrechten und Klimaschutz seien unvermeidbar. Insbesondere der Klimaschutz gerät dabei häufig ins Hintertreffen.

Doch es geht auch anders: Das Böll-Forum möchte diesem Krisennarrativ eine alternative Perspektive entgegensetzen. Wir stellen Ansätze in den Mittelpunkt, die Politikfelder nicht gegeneinander ausspielen, sondern bewusst miteinander verbinden. Ansätze, die mehrere nationale und globale Herausforderungen gleichzeitig adressieren. Statt ausschließlich über multiple Krisen zu sprechen, wollen wir konstruktive multiple Lösungen in den Fokus nehmen.

Beispiele hierfür finden sich bereits in unterschiedlichen Politikfeldern: Ansätze des Environmental Peacebuilding verbinden Friedensförderung mit Umwelt- und Klimaschutz. Menschenrechtsbasierte Klimapolitik stärkt zugleich den Schutz fundamentaler Rechte und die Bewältigung der Klimakrise. Andere Konzepte zeigen, wie wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit gemeinsam gefördert oder wie demokratische Teilhabe und die Energiewende gegenseitig gestärkt werden können.

Der Abend lädt dazu ein, angesichts der Vielzahl gegenwärtiger Krisen weder in Ohnmacht zu verfallen noch in ein Denken, das Zielkonflikte zwischen Politikfeldern künstlich verschärft.Stattdessen soll er dazu anregen, Synergien zu erkennen und nach Lösungen zu suchen, die wirtschaftliche Entwicklung, Frieden, Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit, Demokratie und Klimaschutz gemeinsam voranbringen. Denn: Mit Krisenängsten zu brechen erfordert Handlungsmut, den wir durch „Polylösungen“ an diesem Abend stärken möchte.

Zum 20. Mal verleihen wir 2026 im traditionellen Rahmen des Böll-Forums auch unseren Ideen- und Initiativenpreis „Der Heinrich“.  

Wir freuen uns auf eine Keynote und inspirierende Beiträge von:


Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist erforderlich.

Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung

Veranstalter*in
Landesstiftung Nordrhein-Westfalen
Sprache
Deutsch