Freitag, 13. Oktober 2006 10.00 – 16.00 Uhr In meinem Kalender speichern

4. Fachtagung: Sexualpädagogik und Familienplanung

<b>Thema</b>: „Von Verliebtheit, Treuebruch und Kuckuckskindern“ - Soziobiologische und evolutionspsychologische Aspekte der Sexualität<br> <br> Wir kennen es alle - das irre Gefühl der Verliebtheit. Einem Rausch gleichend schweben wir auf rosa Wolken. Fast zwanghaft sind Denken und Handeln nur auf das Subjekt unserer Begierde gerichtet. Nichts aber auch gar nichts kann uns von diesem Begehren abhalten. Dann irgendwann ein langsames Verblassen oder ein jäher Absturz aus diesen Höhen der schwärmerischen Gefühle. Der Traum ist ausgeträumt, ist mit Schmerz, Ohmacht, Wut verbunden. Trennung oder Arrangement stehen als Alternativen. Wer kennt nicht auch das? <br> <br> Künstler aller Zeiten haben sich diesem ewigen Thema gewidmet und in ihren Werken die Vielfalt der Gefühle in Sprache, Bild und Musik dargestellt. Keiner jedoch konnte die Frage beantworten, was der Sinn des Ganzen ist? Warum hat sich alles so und nicht ganz anders in der Menschheitsgeschichte entwickelt? Die jungen Wissenschaftsdisziplinen der Soziobiologie und Evolutionspsychologie versuchen darauf Antwort zu geben. Es sind sehr einfache aber faszinierende Antworten, die nicht widerspruchsfrei sind und die die Sozialwissenschaften auf den Plan gerufen haben. Dieser Diskurs jedoch ist es, der uns der Wahrheit ein Stück näher bringen wird.<br> <br> Welche Fragen sollen auf der Tagung behandelt werden?<br> - Was ist Soziobiologie?<br> - Wie und warum unterscheiden sich Frauen von Männern im Sexualverhalten aus Sicht dieser Wissenschaften?<br> - Warum schwören sich viele Menschen die ewige Treue und können diese dann nicht einhalten?<br> - Warum hält das Gefühlt der Verliebtheit nicht länger an?<br> - Was ist dran an den "Kuckuckskindern"? <br> - Welche Erklärungen gibt es dafür?<br> - Besitzen soziobiologische Auffassungen für die Sexualpädagogik, Beratungstätigkeit zu Partnerschaftsfragen und Familienplanung Bedeutung?<br> - Könnte die Vermittlung soziobiologischer Erkenntnisse zur Stabilisierung von Partnerbeziehungen beitragen und damit viel Leid vermeiden? Ist das überhaupt möglich oder muss jede Generation erneut durch die eigenen Fehler lernen?<br> - Wie kann man die Erkenntnisse methodisch in der Sexualpädagogik und Beratung umsetzen?<br> <br> <b>ReferentInnen</b>:<br> <b>Prof. Dr. Franz Wuketits</b>, Wien<br> <b>Dr. Hildegard Haas</b>, München, Biologin und Geschäftsführerin der Genedia AG<br> <b>Dr. Dietrich Klusmann</b>, Universität Hamburg, Psychologe<br> <b>Michael Mary</b>, Lüttow, Paarberater und Buchautor<br>
Flyer als PDF
Veranstalter*in
Externe Veranstaltung