- Montag, 17. Dezember 2007 18.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
40 Jahre sind genug? Wer braucht heute noch Initiativen wie terre des hommes?
Podiumsdiskussion
1967: Aufgewühlt von den Schreckensbildern des Vietnamkrieges
beschloss der Schriftsetzer Lutz Beisel gemeinsam mit Mitstreitern
aktiv zu werden.Sie gründeten das Kinderhilfswerk terre des
hommes. „Irgendwie hatten wir mitten in den brodelnden 68ern
einen zukunftsweisenden Zipfel des Zeitgeistes erwischt“, meint
Lutz Beisel im Rückblick.„Wir wollten nicht nur theoretisieren,
sondern handeln. Darauf hatten viele längst gewartet.“ Die erste
Aktion: Rettungsflüge für kriegsverletzte Kinder aus Vietnam.
Mit dem gesellschaftlichen Aufbruch Ende der 60er wurden in der Bundesrepublik die Konturen von Zivilgesellschaft deutlicher. Die Gründung von Nichtregierungsorganisationen,von denen sich viele bis heute als Bürgerinitiative verstehen, ist Ausdruck dieser Entwicklung. Soziale Bewegungen haben die Republik verändert, sie demokratisiert und zivilisiert – im Osten Deutschlands sie gar revolutioniert.
Wie sieht die Zukunft von Bürgerinitiativen aus?
Begrüßung:
Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung
Impuls:
Lutz Beisel, Gründer von terre des hommes
Podium:
Sven Giegold, Wirtschaftswissenschaftler, attac
Adrienne Goehler, Berliner Kultursenatorin a. D., freie Publizistin und Kuratorin
Peter Mucke, Geschäftführender Vorstand terre des hommes
Moderation:
Nicolaus Schmidt, terre des hommes-Vorsitzender von 1984-88, freischaffender Künstler
Mit dem gesellschaftlichen Aufbruch Ende der 60er wurden in der Bundesrepublik die Konturen von Zivilgesellschaft deutlicher. Die Gründung von Nichtregierungsorganisationen,von denen sich viele bis heute als Bürgerinitiative verstehen, ist Ausdruck dieser Entwicklung. Soziale Bewegungen haben die Republik verändert, sie demokratisiert und zivilisiert – im Osten Deutschlands sie gar revolutioniert.
Wie sieht die Zukunft von Bürgerinitiativen aus?
- Wer braucht noch terre des hommes, wenn Armutsbekämpfung
in der Regierungsagenda steht und Millenniumsziele „Weltkonsens“
sind und wenn Bono, Geldof und Grönemeyer mehr öffentliche
Aufmerksamkeit erzielen als so manche mühsame Kampagne
von NGOs oder sich immer mehr private Stiftungen sozial und
entwicklungspolitisch engagieren – häufig finanziell potenter
als NGOs?
- Haben ehrenamtliche Strukturen angesichts des Professionalisierungsdrucks eine Chance?
- Ist die klassische Nord-Süd-Orientierung überholt, wenn die neuen Metropolen im Süden entstehen, China und Indien zu Großmächten aufrücken und zugleich Massenarmut in den Norden zurückzukehren droht?
Begrüßung:
Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung
Impuls:
Lutz Beisel, Gründer von terre des hommes
Podium:
Sven Giegold, Wirtschaftswissenschaftler, attac
Adrienne Goehler, Berliner Kultursenatorin a. D., freie Publizistin und Kuratorin
Peter Mucke, Geschäftführender Vorstand terre des hommes
Moderation:
Nicolaus Schmidt, terre des hommes-Vorsitzender von 1984-88, freischaffender Künstler
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin