- Donnerstag, 01. Juli 2010 14.00 – 18.45 Uhr In meinem Kalender speichern
60 Jahre - Charta der Heimatvertriebenen
veranstaltet von `Konrad Adenauer Stiftung`
Als Folge des Zweiten Weltkriegs kommen acht
Millionen
Flüchtlinge und Vertriebene aus den Ostgebieten Deutschlands in die
westdeutschen Besatzungszonen. Hier finden sie unter großen
Schwierigkeiten eine neue Heimat. Eine wichtige Etappe auf dem Weg zu
ihrer Integration und Aussöhnung mit den Nachbarn im Osten stellt die
„Charta der deutschen Heimatvertriebenen” dar. Am 5. August 1950
unterzeichnen die ostdeutschen Landsmannschaften und
Vertriebenenverbände dieses wegweisende Dokument der deutschen
Nachkriegsgeschichte, das einen Tag später
auf einer Massenkundgebung in Stuttgart-Bad Cannstatt
verkündet wird. Darin verzichten die Heimatvertriebenen auf „Rache und
Vergeltung”, unterstützen „die Schaffung eines geeinten Europas”, in
dem „die Völker ohne Furcht und Zwang leben können”, und bekennen sich
zur „Mitarbeit am Wiederaufbau Deutschlands und Europas”.
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble würdigte 2006 die Charta als „ein beeindruckendes Zeugnis menschlicher Größe und Lernfähigkeit”. Nicht Revanchismus und Niedergeschlagenheit, sondern der Glaube an „Zukunft, Europäertum und christliche Humanität” hätten das Denken der Heimatvertriebenen bestimmt. Vor wenigen Wochen, im März 2010, nannte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Charta „ein Dokument voller Hoffnung”, entwickelt aus der Fähigkeit, „Brücken in die Gesellschaft” zu schlagen und „in dem Gedanken nicht nur an dieses Land, sondern auch an Europa”.
Konrad Adenauer Stiftung
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble würdigte 2006 die Charta als „ein beeindruckendes Zeugnis menschlicher Größe und Lernfähigkeit”. Nicht Revanchismus und Niedergeschlagenheit, sondern der Glaube an „Zukunft, Europäertum und christliche Humanität” hätten das Denken der Heimatvertriebenen bestimmt. Vor wenigen Wochen, im März 2010, nannte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Charta „ein Dokument voller Hoffnung”, entwickelt aus der Fähigkeit, „Brücken in die Gesellschaft” zu schlagen und „in dem Gedanken nicht nur an dieses Land, sondern auch an Europa”.