- Donnerstag, 06. September 2007 – Freitag, 07. September 2007 In meinem Kalender speichern
8. Außenpolitische Jahrestagung 2007
Die Chinapolitik des Westens – Zwischen strategischer Konkurrenz und Kooperation
Gegenwärtig werden die europäisch-chinesischen Beziehungen von den wirtschafts- und handelspolitischen Interessen der großen Mitgliedstaaten dominiert. Strategische Erwägungen zur künftigen Rolle Chinas im multilateralen System und innerhalb der globalen Sicherheitsarchitektur fehlen weitgehend. Dieses Strategiedefizit wird nicht zuletzt an unterschiedlichen Auffassungen innerhalb der EU zur Frage des Waffenembargos gegenüber China deutlich. Dieses Defizit ist umso bemerkenswerter, weil es vorhersehbare sicherheitspolitische Konfliktfelder gibt. Exemplarisch zeigt sich das an den Differenzen um das Atomprogramm des Iran oder der unterschiedlichen Haltung gegenüber den Menschenrechtsverletzungen des sudanesischen Regimes. Während die USA China als potentiellen Störfaktor für ihre globalen Interessen betrachten, ist der Blick der EU auf China sicherheitspolitisch „ungetrübt`.
Die achte außenpolitische Jahrestagung der Heinrich-Böll Stiftung will die China-Politik des Westens im Hinblick auf die zugrunde liegenden Werte, Interessen und strategischen Einschätzungen zur Diskussion stellen und dabei auch die chinesische Sicht zur Geltung bringen. Wir wollen damit ein Forum bieten, um die Chancen für eine konstruktive globale Zusammenarbeit auszuloten.
>> Dossier Außenpolitische Jahrestagung
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin