András Földes, Anna Kis / Ungarn, Deutschland, Tschechien, Dänemark, Norwegen / 2026 / 94 Min. . Urheber/in: Filmplakat: 80 Angry Journalists © filmDOUGH Productions (Bildbearbeitung: Hintergrund Heinrich-Böll-Stiftung). All rights reserved.

Film und Gespräch

Donnerstag, 29. Oktober 2026 19.00 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Film und Gespräch

80 Angry Journalists

Filmvorstellung und Gespräch

Als die Redaktion des ungarischen Nachrichtenportals Index am 22. Juli 2020 geschlossen zurücktrat, wurde der Konflikt um die Unabhängigkeit der Medien in Ungarn international bekannt. Der Journalist András Földes war selbst Teil der Redaktion und dokumentierte über fünf Jahre hinweg die Entwicklungen rund um Index. Daraus enstanden ist ein Dokumentarfilm über politische Einflussnahme, interne Konflikte und den Kampf um unabhängigen Journalismus in Ungarn.

Der kollektive Rücktritt entwickelte sich zu einem der größten Medienskandale Ungarns. Wie Věra Jourová, die damalige Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, im Film erläutert, gab der Protest auch wichtige Impulse für die europäische Debatte um den Schutz der Pressefreiheit.

Im Mittelpunkt stehen drei Perspektiven: die Redaktion als Gemeinschaft, die Journalistin Veronika (Vera) Munk und der Index-Anwalt László Bodolai. Besonders Munks Entwicklung prägt den Film. Aus einer engagierten Journalistin wird zunächst die informelle und später die gewählte Leiterin des Protests. Dabei geht es auch um die Frage, wie sich in einer angespannten Situation Verantwortung übernehmen lässt und unterschiedliche Interessen zusammengebracht werden können.

Nach ihrem Rücktritt gründet die Redaktion mit Telex ein neues Nachrichtenportal, das von seinen Leser*innen finanziert wird. Doch der Neuanfang bringt eigene Herausforderungen mit sich: Interne Konflikte stellen den Zusammenhalt des Redaktionsteams erneut auf die Probe.

"80 Angry Journalists" erzählt die Geschichte von Index und wirft zugleich grundlegende Fragen zur Presse- und Medienfreiheit in Europa auf: Wie können Redaktionen ihre Unabhängigkeit bewahren, wenn politische und wirtschaftliche Interessen Einfluss nehmen? Und was braucht es, um in solchen Situationen zusammenzuarbeiten, Vertrauen zu bewahren und gemeinsam handlungsfähig zu bleiben?

Der Film wird in ungarischer Sprache mit englischen Untertiteln gezeigt.

80 ANGRY JOURNALISTS
Deutschland, Ungarn, Tschechische Republik, Norwegen, Dänemark 2026
Regie: András Földes, Anna Kis 
Originalfassung: Ungarisch 
Untertitel: Englisch
Länge: 94 min.

Im Anschluss an die Filmvorstellung gibt es ein Gespräch mit:

  • András Földes, Regisseur, ungarischer Journalist, Kriegsreporter und Filmemacher

Moderation: Katharina Viktoria Weiß (Reporter ohne Grenzen).

Kontakt: Claudia Rothe, Referentin Europäische Union (rothe@boell.de)

Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung

Veranstalter*in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Sprache
Englisch
OmEnglU
Ungarisch

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Teilnahme vor Ort im Konferenzzentrum der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin

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