- Donnerstag, 20. Oktober 2011 19.30 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern
9/11 und die Folgen
Podiumsdiskussion: Vom 11. September zum Arabischen Frühling
Die Terrorangriffe auf das World Trade Center und auf das Pentagon am 11. September 2001 haben nicht nur die Politik und die Gesellschaft der USA verändert, sondern sie werden auch als globale historische Zäsur betrachtet. Die Attentate in den USA und die späteren Anschläge in Madrid und London sind eine Kriegserklärung an die westliche Welt. Sie haben ein Jahrzehnt geprägt, Angst und Schrecken ausgelöst und die Vorstellung einer fundamentalen Unvereinbarkeit liberaler und humanitärer westlicher Werte mit dem Islam befeuert. Wie hat der Westen auf diese Herausforderung reagiert?
„Entweder ihr seid für uns oder gegen uns.“ Die Forderung des amerikanischen Präsidenten trug zur Verschärfung der Feindbilder bei. Bekanntlich blieb es nicht bei Worten, es folgte der sogenannte „Krieg gegen den Terror“, in dessen Zusammenhang sowohl die fälschlich als Entität gefasste „islamische Welt“, als auch „die Muslime“ unter Generalverdacht gestellt wurden. Diese polarisierende Auseinandersetzung hat einerseits zu einer Politisierung und Stärkung radikalislamischer Bewegungen, andererseits zu einer „gefühlten“ Situation der permanenten Bedrohung und zu einem Angstdiskurs geführt. Dieser hatte zur Folge, das sowohl die Politik als auch die öffentliche Meinung nicht mehr vom Vertrauen auf eigene Stärken, eigene Werte und die bewährten Prinzipien einer liberalen Demokratie bestimmt waren, sondern es dominierte die Angst vor dem „Anderen“.
Knapp ein Jahrzehnt später erlebt die Welt gewaltige Veränderungen in den arabischen Staaten. Der arabische Frühling, die erfolgreichen, weitgehend friedlichen Umstürze in Tunesien und Ägypten haben viele Experten und Beobachter überrascht. Die „im Westen“ gepflegte apokalyptische Interpretation einer vermeintlichen inneren Verfasstheit muslimischer Gesellschaften und deren angeblichen Unvereinbarkeit mit westlichen Werten ist ins Wanken geraten.
Anlässlich des zehnten Jahrestages des 11. September ziehen Inforadio (rbb) und die Heinrich-Böll-Stiftung Bilanz und fragen nach den Folgen des 11. September für Gesellschaft und Politik. Führen die aktuellen Entwicklungen in der arabischen Welt zu einer neuen Sicht auf den Islam und die Muslime?
„Entweder ihr seid für uns oder gegen uns.“ Die Forderung des amerikanischen Präsidenten trug zur Verschärfung der Feindbilder bei. Bekanntlich blieb es nicht bei Worten, es folgte der sogenannte „Krieg gegen den Terror“, in dessen Zusammenhang sowohl die fälschlich als Entität gefasste „islamische Welt“, als auch „die Muslime“ unter Generalverdacht gestellt wurden. Diese polarisierende Auseinandersetzung hat einerseits zu einer Politisierung und Stärkung radikalislamischer Bewegungen, andererseits zu einer „gefühlten“ Situation der permanenten Bedrohung und zu einem Angstdiskurs geführt. Dieser hatte zur Folge, das sowohl die Politik als auch die öffentliche Meinung nicht mehr vom Vertrauen auf eigene Stärken, eigene Werte und die bewährten Prinzipien einer liberalen Demokratie bestimmt waren, sondern es dominierte die Angst vor dem „Anderen“.
Knapp ein Jahrzehnt später erlebt die Welt gewaltige Veränderungen in den arabischen Staaten. Der arabische Frühling, die erfolgreichen, weitgehend friedlichen Umstürze in Tunesien und Ägypten haben viele Experten und Beobachter überrascht. Die „im Westen“ gepflegte apokalyptische Interpretation einer vermeintlichen inneren Verfasstheit muslimischer Gesellschaften und deren angeblichen Unvereinbarkeit mit westlichen Werten ist ins Wanken geraten.
Anlässlich des zehnten Jahrestages des 11. September ziehen Inforadio (rbb) und die Heinrich-Böll-Stiftung Bilanz und fragen nach den Folgen des 11. September für Gesellschaft und Politik. Führen die aktuellen Entwicklungen in der arabischen Welt zu einer neuen Sicht auf den Islam und die Muslime?
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin