Dorf in Afghanistan
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Gespräch

Mittwoch, 14. Juni 2017 19.00 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Gespräch

Afghanische Frauen leben mit ihren Schmerzen - Bericht über die Arbeit in einem Traumazentrum in Kabul

Grüner Salon Paderborn

Nach mehr als zehn Jahren Engagement des Westens stirbt immer noch jede zwölfte Frau bei der Geburt! Diese Tatsache zeigt, dass der Westen die Hilfe auf die militärischen Interventionen konzentriert hat – entgegen den Beteuerungen in der Öffentlichkeit. Die Förderung des zivilen Aufbaus bleibt nach wie vor ungenügend. Durch die Ausweitung des Krieges in den letzten Jahren ist für Frauen das Leben im eigenen Land nicht sicherer geworden, im Gegenteil! Frauen getrauen sich wieder weniger auf die Straße, und die Fundamentalisten nutzen die Gunst der Stunde, um die Umsetzung der vereinbarten Frauenrechte zu behindern oder fordern offen die Rücknahme.

Neun Trainingseinheiten hat Maria Zemp im Auftrag der Frauenhilfs- und Menschenrechtsorganisation medica mondiale e.V. (Köln) in Kabul durchgeführt. Während dieser Kurzzeiteinsätze unterrichtete sie afghanische Hebammen, Mitarbeiterinnen von Frauenschutzhäusern und Gesundheitsberaterinnen von Care. Ihr Auftrag ist integriert in ein mehrjähriges multidisziplinäres Qualifzierungsprogramm für medizinische Fachfrauen, die in ihrer Beratungskompetenz fortgebildet werden. Ziele der Trainings sind neben der Vermittlung von Kenntnissen über Psychotraumatologie die politische Sensibilisierung zu den Themen Gewalt gegen Frauen, sexualisierte Kriegsgewalt und häusliche Gewalt.

Referentinnen:
Maria Zemp, Traumaberaterin bei medica mondiale e.V.
Im Gespräch mit
Norika Creuzmann, Sozialpädagogin, Frauenhaus Paderborn

Veranstaltungsort:
KIM-Forum
Detmolder Str. 21
33098 Paderborn

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Veranstalter*in
Landesstiftung Nordrhein-Westfalen
Teilnahmegebühren
Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei.