Mittwoch, 04. Juli 2007 19.30 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Afrika in der Wissenschaft 2: Bis hierhin und nicht weiter!? – Die 'gläsernen Decken' im deutschen Wissenschaftsbetrieb für afrikanische WissenschaftlerInnen

AfricAvenir Dialogforum 2007

In der feministischen Wissenschaft spricht man bereits seit geraumer Zeit von den „gläsernen Decken“, an die Frauen im Wissenschaftsbetrieb stoßen, Positionen, auf denen sie scheinbar festkleben, sich beim Versuch, weiter Karriere zu machen, an einer unsichtbaren Decke den Kopf zu stoßen scheinen. Hier geht es – trotz aller wissenschaftlichen Lorbeeren – einfach nicht weiter mit der Karriere. Dieses Bild scheint auch für afrikanische WissenschaftlerInnen in Deutschland sehr treffend. Obwohl sie formal mit Studium und Promotion in Deutschland alle Kriterien für eine wissenschaftliche Karriere erfüllen, scheitern sie jedoch häufig an den strukturellen Bedingungen. Die deutsche Wissenschaftskarriere orientiert sich dabei noch immer stark an einer „männlichen, Weißen Normalbiographie“, die gerade den Beginn der wissenschaftlichen Karriere in ein enges Zeitraster presst. Hinzu kommen normierte Vorstellungen und Diskurse hinsichtlich dessen, was als „wissenschaftlich“ und wer als „WissenschaftlerIn“ anerkannt wird. Hier verschränken sich Wahrnehmungen und Praktiken von Inklusion und Exklusion entlang verschiedener sozialer Kategorien wie „Rasse“ und Geschlecht.

Mit:
Dr. Maureen Maisha Eggers, Institut für Erziehungswisenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin
Dr. Leonard Jamfa, Hochschule Sankt Georgen, Frankfurt/M., Vorsitzender der `African Development Initiative`

Moderation:
Judith Strohm, AfricAvenir International