Film und Gespräch Sonntag, 11. August 2019 /
Berlin

"After Sabeen"

Filmvorführung mit anschließender Diskussion

Datum, Uhrzeit
So., 11. Aug. 2019,
19.30 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)
Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Karachi, Pakistan. 24. April 2015. Ein Auto hält an einer Ampel. Drinnen sitzen zwei Frauen: Sabeen Mahmud, die Gründerin und Direktorin der gemeinnützigen Einrichtung Peace Niche und ihre Mutter Mahenaz. Zwei Männer auf einem Motorrad halten an und eröffnen das Feuer. Sabeen stirbt sofort; ihre Mutter wird verwundet, überlebt aber.

Am Abend ihres Todes veranstaltete Sabeen Mahmud eine Podiumsdiskussion über das ungeklärte und anhaltende Verschwinden von mehr als 20.000 Aktivisten und Zivilisten aus Balutschistan in ihrem Cafés T2F (The Second Floor) in Karatschi. Ursprünglich sollte die Podiumsdiskussion in einer Universität in Lahore stattfinden. In letzter Minute wurde aber die Zusage für die Räumlichkeiten, nach einem massiven Druck von staatlicher Seite, zurückgezogen. Sabeen wurde auch von Unbekannten bedroht und von ihr wurde verlangt, diese Veranstaltung abzusagen. Auch besorgte Freunden rieten ihr dazu. Sabeen ließ sich jedoch nicht einschüchtern und führte die Veranstaltung durch.

Nach dem Mord folgt die Regisseurin Schokofeh Kamiz der Mutter und Freunden von Sabeen, um nicht nur Berichte und Erinnerungen an sie aufzuzeichnen, sondern auch um ein Porträt einer Frau zu erstellen, die sie nicht kannte.

Der Film „After Sabeen“ (OmeU, 74 min) wurde von Schokofeh Kamiz produziert und wird zum ersten Mal in Berlin gezeigt. Die anschließende Diskussion wird auf Englisch stattfinden und sich mit der derzeitige Situation sozialer und zivilgesellschaftlicher Aktivist*innen in Pakistan beschäftigen.

Diskussionsrunde mit:
Schokofeh Kamiz (Regisseurin)
Mahenaz Mahmud (Mutter von Sabeen)
Vazira Zamindar (Professorin für Geschichte an der Brown Universität USA )

Moderation: Omar Kasmani, Kultur-Anthropologe an der FU Berlin.


Die Filmvorführung und die anschließende Diskussion sind kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten. Der Einlass beginnt um 19.15 Uhr. Bitte pünktlich erscheinen. Bei Verspätung kann es sein, dass trotz Anmeldung kein Sitzplatz mehr zur Verfügung steht.


Realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.