- Montag, 10. März 2008 18.30 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern
After-Work-Treffen - Einblicke in die Arbeit der Heinrich-Böll-Stiftung
Vortrag und Diskussion: CHAOS LAGOS. Arbeiten in einer afrikanischen Megacity
Dr. Stefan Cramer, Leiter des Landesbüros Nigeria der Heinrich-Böll-Stiftung
Thema: Chaos Lagos - Arbeiten in einer afrikanischen Megacity
Megacities. Die Stadtplanung entdeckt sie als komplexe, oft kosmopolische Systeme. Für die verarmte Randbevölkerung der Entwicklungsländer sind sie Heilsversprechen, die so kaum eingelöst werden. Ihr rasantes Wachstum birgt Zündstoff, nicht nur bei der Kriminalität. Dennoch wachsen sie weiter.
Lagos, die ehemalige Hauptstadt Nigerias, ist ein besonders eindrucksvolles Beispiel einer Megacity unter Entwicklungsbedingungen. Das öl- und gasreiche Nigeria könnte ein Schwellenland sein. Stattdessen grassieren
Armut und Krankheiten. Der Klimawandel bringt neue Gefahren für die Großstadt am Meer.
Die Stadt und ihre Einwohner sind ungewohnten Härten ausgesetzt: Die `epileptische` Strom- und Wasserversorgung (so der Volksmund in Lagos) einer 15-Millionen-Metropole erfordert Eigeninitiative und Nachbarschaftshilfe. Der regelmäßig wiederkehrende Verkehrsinfarkt erzeugt ungewohnte Lösungen.
Wie entwickeln sich Gemeinwesen, Stadtidentität und Bürgersinn unter solchen Bedingungen? Wie funktioniert das Chaos Lagos? Was kann die gesellschaftspolitische Bildungsarbeit der Heinrich-Böll-Stiftung ausrichten?
Dr. Stefan Cramer leitete viele Jahre das Afrika-Referat der Stiftung, ging dann nach Johannesburg und ist seit Anfang 2007 Büroleiter in Lagos/Nigeria.
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin