- Freitag, 25. Januar 2013 – Samstag, 26. Januar 2013 In meinem Kalender speichern
Agriculture and Sustainable Rural Development in Times of Crisis
Critical Engagements from a Gender Perspective
Der Agrarsektor, die landwirtschaftliche Produktion und Themen der nachhaltigen Lebens-verhältnisse im ländlichen Raum („sutainable rural livelihoods“) standen lange Jahre kaum im Zentrum des sozialwissenschaftlichen Interesses. Erst im Zuge der steigenden Nah-rungsmittelpreise und der damit einhergehenden Ernährungskrise in den Jahren 2007/2008 haben Fragen der Landwirtschaft und der ländlichen Entwicklung vor allem in Bezug auf das Problem der Ernährungssicherheit wieder an Aktualität gewonnen. Die anhal-tende Krisenhaftigkeit der Nahrungsmittelsituation in vielen Ländern dieser Welt zeigt, dass es sich dabei nicht um ein vorübergehendes Problem handelt, welches auf eine einzige Ursa-che zurückzuführen ist.
Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den vielfältigen Krisen ist bisher erstaunlich geschlechtsneutral verlaufen. Die Geschlechterperspektive wird in den meisten Analysen kaum berücksichtigt oder beläuft sich höchstens auf die Darstellung der geschlechtsspezifi-schen Auswirkungen der verschiedenen Krisen, insbesondere mit ihren negativen Folgen für Frauen. Eine Ursachenanalyse, die auch die Geschlechter-perspektive mitberücksichtigt, fin-det dabei selten statt. Dies ist jedoch aus den folgenden Gründen von zentraler Bedeutung: Frauen spielen in der Agrarwirtschaft bzw. der Nahrungsmittelproduktion eine zentrale Rolle. Der Anteil der weiblichen Arbeitskräfte in der Landwirtschaft ist in den Ländern des globalen Südens mit durchschnittlich 43 Prozent sehr hoch. Darüber hinaus sind es aufgrund der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung vor allem Frauen, die durch die Subsistenzwirtschaft und ihre unbezahlte Haus- und Versorgungsarbeit genügend Nah-rungsmittel und Mahlzeiten für die Familien sicherstellen und somit einen zentralen Beitrag zur Ernährungssicherheit leisten.
Ein Schwerpunkt der Tagung ist u.a. Conflicts in Rural Areas: Implications for Land Tenure and Women’s Lives
Ziel der Tagung ist es, Analysen zu verschiedenen Krisen (z.B. Umweltkrisen, be-waffnete Konflikte) mit Fragen der Nahrungsmittelproduktion und „sustainable rural livelihoods“ zu verknüpfen. Durch die Tagung sollen nicht nur neue theoretische und praxisrelevante Erkenntnisse für Fragen der Ernährungssicherheit gewonnen werden, sondern darüber hinaus auch die Grundlagen für einer weiterführende interdisziplinär ausgerichtete Forschungskooperation geschaffen werden.
Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den vielfältigen Krisen ist bisher erstaunlich geschlechtsneutral verlaufen. Die Geschlechterperspektive wird in den meisten Analysen kaum berücksichtigt oder beläuft sich höchstens auf die Darstellung der geschlechtsspezifi-schen Auswirkungen der verschiedenen Krisen, insbesondere mit ihren negativen Folgen für Frauen. Eine Ursachenanalyse, die auch die Geschlechter-perspektive mitberücksichtigt, fin-det dabei selten statt. Dies ist jedoch aus den folgenden Gründen von zentraler Bedeutung: Frauen spielen in der Agrarwirtschaft bzw. der Nahrungsmittelproduktion eine zentrale Rolle. Der Anteil der weiblichen Arbeitskräfte in der Landwirtschaft ist in den Ländern des globalen Südens mit durchschnittlich 43 Prozent sehr hoch. Darüber hinaus sind es aufgrund der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung vor allem Frauen, die durch die Subsistenzwirtschaft und ihre unbezahlte Haus- und Versorgungsarbeit genügend Nah-rungsmittel und Mahlzeiten für die Familien sicherstellen und somit einen zentralen Beitrag zur Ernährungssicherheit leisten.
Ein Schwerpunkt der Tagung ist u.a. Conflicts in Rural Areas: Implications for Land Tenure and Women’s Lives
Ziel der Tagung ist es, Analysen zu verschiedenen Krisen (z.B. Umweltkrisen, be-waffnete Konflikte) mit Fragen der Nahrungsmittelproduktion und „sustainable rural livelihoods“ zu verknüpfen. Durch die Tagung sollen nicht nur neue theoretische und praxisrelevante Erkenntnisse für Fragen der Ernährungssicherheit gewonnen werden, sondern darüber hinaus auch die Grundlagen für einer weiterführende interdisziplinär ausgerichtete Forschungskooperation geschaffen werden.