Samstag, 07. November 2020

AktenEinsicht - Gewalt gegen Frauen

Lesung und Diskussion

Datum, Uhrzeit
Sa., 07. Nov. 2020,
11.00 – 13.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung

Sprache
Deutsch
Teilnahmegebühren
Ticket Created with Sketch.
Eintritt frei, begrenzte Plätze
Veranstalter/in
Landesstiftung Sachsen (Weiterdenken)

Gewalt ist eine sehr reale Gefahr für alle Frauen – die jährlichen Zahlen zu physischer oder sexualisierter Gewalt sprechen eine deutliche Sprache. Oft handelt es sich um sogenannte „Partnerschaftsgewalt“, deren Opfer zu über 80 Prozent Frauen jedes Alters und jeder sozialer Schicht sind. Der Weg zu einer Anzeige bis hin zu einer Verurteilung des Täters ist immer noch schwer, lang und extrem belastend für die betroffenen Frauen. Das Ergebnis ist nicht selten ein mildes Urteil und weiterhin zu wenig Schutz der Frauen.

Christina Clemm arbeitet als Anwältin für Gewaltopfer. In ihrem Buch „AktenEinsicht - Geschichten von Frauen und Gewalt“ erzählt sie Geschichten von Frauen, die körperlicher und sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren, und vermittelt überraschende, teils erschreckende Einsichten in die Arbeit von Justiz und Polizei.
Wir wollen an diesem Vormittag mehr aus der langjährigen Arbeitserfahrung von Christina Clemm und ihren politischen Einschätzungen und Forderungen für einen besseren Opferschutz erfahren. Außerdem beschäftigen wir uns mit den Menschen hinter den Fällen. Wer sind die Opfer? Welche Erfahrungen haben sie vor und nach ihren Anzeigen gemacht?
Im Gespräch mit Gesine Märtens (Staatssekretärin im Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung) nehmen wir auch die sächsische Situation in den Blick. Welche politischen Maßnahmen sind notwendig, um Frauen besser zu schützen? Welche Reformen braucht es in Polizei und Justiz? Welche guten Beispiele werden bereits umgesetzt? Wie kann das gesellschaftliche Klima verändert werden, damit sich mehr Menschen gegen Gewalt an Frauen engagieren?

Unsere Gäste:
Christina Clemm arbeitet als Strafverteidigerin und als Neben­klagevertreterin von Opfern sexualisierter und rassistisch motivierter Gewalt. Sie ist Fachanwältin für Strafrecht und Familienrecht in Berlin und war Mitglied der Expertenkommission zur Reform des Sexualstrafrechts des BMJV. Sie ist Autorin des Buches "AktenEinsicht-Geschichten von Frauen und Gewalt", das im März 2020 im Verlag Antje Kunstmann erschienen ist.

 

Dr. Gesine Märtens ist seit Ende 2019 Staatssekretärin im Sächsischen Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung. Sie war zuvor beruflich 10 Jahre als systemische Familientherapeutin in einer Leipziger Gewaltschutzeinrichtung tätig.

Ort: Kleines Haus, Glacisstraße 28, Dresden

Eintritt frei

 

Bitte beachten:

Die Plätze im Kleinen Haus sind beschränkt (ca.50). Zählkarten für die Veranstaltung werden an der Kasse ausgegeben. Wir bitten um pünktliches Erscheinen. Es wird einen Video-Mitschnitt der Veranstaltung geben.

Wir bitten die geltenden Hygienevorschriften vor Ort zu befolgen. Mund-Nasen-Schutz bitte nicht vergessen!

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Staatsschauspiel Dresden und Weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen e.V. statt.

Die Veranstaltung wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.