- Dienstag, 01. September 2009 19.30 – 00.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Alltag und Repression in der DDR
Abendveranstaltung
Der Vortrag setzt
sich kritisch sowohl mit der Totalitarismustheorie als auch mit der
Verharmlosung der DDR auseinander. Die Rede von den „zwei deutschen Diktaturen“
empört viele Ostdeutsche, die sich auf „soziale Sicherheit“ berufen, aber der
Sozialstaat in der DDR hatte viele repressive Momente: Es gab ein Recht auf
Arbeit, aber auch ein Asozialengesetz. Es gab ein Recht auf Wohnen, aber auch
eine schwerfällige staatliche Wohnraumlenkung mit dem Modell der Kleinfamilie
als Lebensform und einen Verfall der Altbausubstanz. Weder die alleinige
Herausstellung der Repression noch der Alltäglichkeit ist angebracht.
Mit:
Anne Seeck
- Veranstalter*in
- Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)