- Samstag, 17. Juni 2006 13.00 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Als die Frauenbewegung noch Courage hatte
Veranstaltung der FES
Eine kleine Gruppe von Frauen hatte vor 30
Jahren die Idee, eine autonome
links-feministische Zeitung von Frauen für
Frauen zu gründen. Geld hatten sie nicht.
Alle warnenden Stimmen schlugen sie in
den
Wind, druckten eine Nullnummer der
Courage
und luden zu einem Frauenfest mit Musik
und
"Schwoof" ein. Viele Frauen kamen. Aus
den
Eintrittsgeldern konnte die erste Rechnung
für die Druckerei gezahlt werden. Courage
griff schonungslos bisher tabuisierte
Themen auf, wie z. B. Gewalt, sexuellen
Missbrauch, Frauenopposition in Osteuropa.
Die Zeitung expandierte bis Ende der 70er
Jahre zu einer Auflage von über 70 000.
1984 musste die Courage Konkurs
anmelden,
weil eine wirtschaftliche Krise und
Kollektivkonflikte zeitgleich auftraten.
Der Frauenbewegung fehlt seitdem ein
wichtiges Sprachrohr. 30 Jahre nach der
Gründung treffen sich ehemalige
Mitarbeiterinnen der Courage, um mit
jungen
und alten Menschen noch einmal öffentlich
über Courage und die Frauenbewegung
dieser
Zeit nachzudenken.<br>
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<b>Programm</b>:<br>
Begrüßung: Gisela Notz (FES)<br>
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<b>Vortrag</b>: Ursula Nienhaus (FFBIZ):
Courage und das
Glück in den Frauen- und
Zeitungsprojekten<br>
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<b>1. Podium</b>:<br>
Mut zum Denken und Aufbauen: Inhalte,
die
es noch nicht gab.<br>
Sibylle Plogstedt, Sabine Zurmühl, Barbara
Duden, Christel Dormagen, Irene
Stoehr<br>
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Moderation: Magdalena Kemper<br>
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<b>2. Podium</b>:<br>
Leben und Arbeiten mit Courage: Chancen
und
Grenzen des Kollektivs.<br>
Monika Arnoldt-Esche, Doris Fürstenberg,
Olga Wernet, Paula Schmid-Dudek<br>
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Moderation: Ute Remus<br>
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<b>3. Podium</b>:<br>
Courage, die Medien und die
Frauenbewegung.
Was musste sich verändern, was ist
geblieben?<br>
Helke Sander, Christina Thürmer-Rohr,
Doris
Janshen, Christa Wichterich<br>
<br>
Moderation: Gisela Notz<br>
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anschließend: Empfang<br>
Flyer als PDF