Buchvorstellung und Diskussion
- Donnerstag, 28. Mai 2026 18.30 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Amat Levin: Black History - Die vergessene Geschichte Afrikas
In der Geschichtswissenschaft galt Afrika lange als Weltteil ohne eigene Historie. Noch immer beginnt für viele die Geschichte des Kontinents erst mit dem Kolonialismus. Die Ethnologie interessierte sich für Afrika vor allem, weil sie hier vermeintlich „ursprüngliche“ Zivilisationsstufen zu erkennen glaubte. Solche Ansichten werden heute kaum noch offen vertreten, wirken jedoch in der anhaltenden Fixierung auf schriftliche Geschichtsquellen fort.
Mit „Black History“ legt Amat Levin einen Gegenentwurf vor. Er rückt die Geschichte der Menschen und Völker Afrikas in den Mittelpunkt und erzählt sie – auch auf Grundlage der Forschungen afrikanischer Wissenschaftler*innen – über vier Jahrtausende und drei Kontinente hinweg: von den Hochkulturen Nubiens und Aksums über Reiche in Äthiopien, Mali oder Groß-Simbabwe bis hin zur Epoche von Unterwerfung und Versklavung sowie zu Freiheitskämpfen in der Karibik, dem Widerstand von Angela Davis und Sister Rosetta Tharpe, der Patin des Rock’n’Roll.
Auf den Spuren untergegangener Kulturen und vergessener Ereignisse führt das Buch über Afrika hinaus zu jenen Orten, an die unzählige versklavte Menschen verschleppt wurden. So entsteht ein faszinierendes Mosaik miteinander verbundener Schwarzer Geschichte(n).
Begrüßung: Elisabeth Massute, Referentin Afrika, Heinrich-Böll-Stiftung
Mit:
- Amat Levin, Autor und Journalist
- Karla Kutzner, Verlegerin beim InterKontinental Verlag
Link zum Buch: „Black History – Die vergessene Geschichte Afrikas. Von den Schwarzen Pharaonen bis heute“
Die Lesung findet in Kooperation mit dem Verein Interkontinental e.V. im Vorfeld des African Book Festivals statt, das vom 29.-31. Mai zeitgenössische Literatur und aktuelle literarische Debatten des afrikanischen Kontinents präsentiert.
Die Veranstaltung findet auf Englisch ohne Übersetzung statt.
Kontakt:
Louisa Reeh
Heinrich-Böll-Stiftung
E louisa.reeh@boell.de
In unserer Reihe Books that Matter stellen wir Werke vor, die aktuelle internationale Debatten aufgreifen und Impulse setzen. Gemeinsam mit den Autor*innen sprechen wir über Demokratie und Menschenrechte, internationale Beziehungen, Umwelt und soziale Gerechtigkeit, Diversität und Feminismus. Ob durch literarische Geschichten oder wissenschaftliche Analysen – die vorgestellten Bücher laden dazu ein, Fragen zu stellen, Positionen zu hinterfragen und neue Wege des Denkens zu entdecken
- Veranstaltungsreihe
- Böll.Global: Books That Matter
- Weitere Termine
- Dienstag, 30. Juni 2026
- Adresse
-
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
- Barrierefreiheit
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
- Sprache
- Englisch
- Livestream
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Ihre Teilnahme an der Veranstaltung
Teilnahme vor Ort im Konferenzzentrum der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin
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