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Buchvorstellung und Diskussion

Montag, 06. November 2023 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Buchvorstellung und Diskussion

Angry Cripples - Stimmen behinderter Menschen gegen Ableismus

Text in Einfacher Sprache - siehe unten!

»Angry Cripples« werden behinderte Menschen abfällig genannt, denen vorgeworfen wird, aufgrund ihrer Behinderung verbittert zu sein. Dieses Buch fordert den Begriff zurück und besetzt ihn neu. Es kommen ausschließlich behinderte Menschen zu Wort – und viele von ihnen sind wütend darüber, wie die Gesellschaft mit ihnen umgeht. Zu Recht. Hier verschaffen sie sich Gehör, um eine inklusive Gesellschaft mitzuprägen. Sie schreiben unter anderem über Pränataldiagnostik, selbstbestimmte Sexualität, Sichtbarkeit und Social Media. Die Beiträge bilden die große Vielfalt behinderter Lebensrealität in unserer Gesellschaft ab: es gibt fiktive Texte, wissenschaftliche Beiträge, Zeichnungen, Interviews und Brandreden.

Während der Veranstaltung wird die Herausgeberin Alina Buschmann aus ihrem Kapitel vorlesen und einen Einblick in den Schaffens- und Schreibprozess geben. Die Autorin Lisa-Marie Lehner wird Lyrik und Zeichnungen, die in dem Buch Platz gefunden haben, vorstellen. Danach wollen wir gemeinsam über die Themen Ableismus, Inklusion und Selbstbestimmung sprechen und diskutieren, warum das Thema bisher nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist und wie man dies angehen müsste.

Mit:

Alina Buschmann (sie/ihr): Die Schauspielerin und Beraterin für Inklusion und Antidiskriminierung setzt sich online unter dem Namen Dramapproved als Aktivistin für die Rechte von behinderten Menschen ein. Bei ihrer Arbeit als Beraterin legt sie großen Wert darauf, Zusammenhänge innerhalb unserer ableistischen Strukturen aufzuzeigen. Als Schauspielerin weiß sie über die Barrieren in der Branche Bescheid und berät Theater und Medienproduktionen zu Barrierefreiheits- und Repräsentationsthemen.

Lisa-Marie Lehner (sie/ihr) ist von Geburt an schwerhörig. Seit Kindesalter begleitet die Österreicherin eine Faszination für das Zeichnen und für Geschichten. Sie schreibt für sich, Medienhäuser, an einer Berliner Schreibakademie und an ihrem ersten Romanprojekt. Letzteres zielt darauf ab, die Gesellschaft für die Wahrnehmung und den Umgang mit schwerhörigen Menschen zu sensibilisieren.

Moderation: Marina Rößner (sie/ihr) – Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V.

 

Ort: Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, Carl von Ossietzky, Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg

Hinweise zu Barrieren: Der Vortragsraum ist im 1. OG über einen Fahrstuhl zu erreichen. Ein barrierearmes WC befindet sich direkt vor dem Vortragsraum. Des Weiteren werden Gebärdensprachdolmetscher*innen vor Ort sein. Bei weiteren Fragen oder Anliegen schreiben Sie uns gerne eine Mail an praktikant_in@boell-hamburg.de!

Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist nicht notwendig. Wir freuen uns über rege Teilnahme, sowohl von Menschen mit Behinderung selbst als auch von Verwandten, Freunden, Personen, die mit behinderten Menschen arbeiten, und Interessierten, die etwas über Ableismus & Inklusion lernen und Aktivist*innen zuhören möchten.

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

 

***Text in Einfacher Sprache***:

Buchvorstellung und Diskussion

Angry Cripples - Stimmen behinderter Menschen gegen Ableismus

Mo. 06.11./ 19-21 Uhr

Manche Leute nennen behinderte Menschen „Angry Cripples“. Das ist Englisch und bedeutet „wütende Krüppel“. Sie sagen, dass behinderte Menschen verbittert sind. Die Autorinnen und Autoren benutzen den Begriff und holen ihn sich zurück.

Nur Autorinnen und Autoren mit einer Behinderung schreiben an dem Buch mit. Sie sind wütend darüber, wie die Gesellschaft mit ihnen umgeht. Zu Recht. Mit dem Buch wollen sie Inklusion in Deutschland voranbringen. Inklusion heißt: dass alle Menschen zur Gesellschaft dazugehören. Auch Menschen mit Behinderung. Die Autorinnen und Autoren wollen, dass alle Menschen ihnen zuhören.

Das Buch hat viele Themen. Zum Beispiel Sexualität, Sichtbarkeit, Soziale Medien und Pränataldiagnostik. Pränataldiagnostik bedeutet: Bevor ein Baby geboren wird, gibt es Untersuchungen. Ein Arzt oder eine Ärztin kann feststellen, ob ein Baby eine Behinderung hat.

Die Kapitel sind sehr unterschiedlich. Es gibt Interviews, Zeichnungen und Texte.

Mit:

Alina Buschmann ist die Herausgeberin des Buches. Herausgeberin heißt: sie organisiert alle Kapitel aus dem Buch. Alina Buschmann liest aus ihrem Kapitel vor. Sie erzählt, wie es war, das Buch zu schreiben.

Lisa-Marie Lehner ist eine Autorin aus dem Buch. Sie hat Gedichte geschrieben und Zeichnungen gemalt. Sie präsentiert die Gedichte und Zeichnungen.

Dann sprechen wir gemeinsam über Ableismus, Inklusion und Selbstbestimmung. Ableismus heißt: wenn Menschen, Gesetze, Schulen oder Behörden nicht gerecht zu Menschen mit Behinderung sind.

Niemand muss sich zur Veranstaltung anmelden. Alle dürfen kommen: Menschen mit und ohne Behinderung. Das Wichtigste ist: wir wollen behinderten Menschen zuhören und etwas über Ableismus und Inklusion lernen.

Moderation: Marina Rößner (sie/ihr) – Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V.

Ort: Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, Carl von Ossietzky, Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg

Hinweise zu Barrieren: Es gibt einen Fahrstuhl. Es gibt auch ein WC ohne Barrieren. Die Lesung wird in Gebärdensprache übersetzt. Bei Fragen schreiben Sie eine Mail an praktikant_in@boell-hamburg.de!

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

 

Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Veranstalter/in
Landesstiftung Hamburg
Sprache
Deutsch
Deutsche Gebärdensprache (DGS)