Freitag, 29. Juni 2007 19.00 In meinem Kalender speichern

Angstgegner Klimawandel – Mehr Politik oder mehr Psychologie – wie sind wir noch zu retten?

Grüner Salon der SLU

Es ist keine Entdeckung der letzten Wochen und Monate: Ökologisch lebt die Welt schon lange auf Pump: Täglich verringern sich die fossilen Rohstoffe, das Wasser wird knapper, Böden verdorren, immer mehr Tier- und Pflanzenarten verschwinden für immer und die Polkappen schmelzen.

Unser Lebensstil hat seinen Preis – zum Beispiel den Schadstoffausstoß von jährlich vielen Milliarden Tonnen CO2.

Vor 35 Jahren veröffentlichte der Club of Rome seine Studie über die Grenzen des Wachstums. Vor 15 Jahren luden die Vereinten Nationen zum Erdgipfel nach Rio de Janeiro. Vor 10 Jahren vereinbarten rund drei Dutzend Industrienationen in Kyoto, ihren Energieverbrauch spürbar reduzieren zu wollen.
Aber – trotz der bekannten Entwicklungen: eine grundlegende Wende in der Politik, in der Wirtschaft und im Verhalten der Bürgerinnen und Bürger blieb aus.

Wie lässt sich die ungeheure Kluft zwischen Wissen und Handeln sowohl in der Politik als auch bei jedem Einzelnen überwinden?

Der Angstforscher Borwin Bandelow sieht in der Angst einen Motor, der zu Höchstleistungen anspornen kann.

Können wir diese Kraft produktiv nutzen oder führt Angst eher zur Lähmung?
Sind die zunehmenden Katastrophenmeldungen hilfreich oder machen sie hilflos?
Delegieren die Menschen die Verantwortung zu sehr an die Politik oder lassen Regierung und Parteien ihrem Volk zu wenige Möglichkeiten einzugreifen?

Wie sind wir noch zu retten – mit mehr Politik oder mit mehr Psychologie?