Online-Veranstaltung
- Mittwoch, 25. März 2026 11.00 – 12.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Antifeminismus begegnen – Kollegiale Austauschrunde
Vernetzen – Erfahrungen austauschen – kollegial beraten
Liebe Netzwerkmitglieder und Interessierte,
hiermit möchten wir Euch gemeinsam mit der Meldestelle Antifeminismus der ZAFFA - Zentrale Anlaufstelle und Fachberatung bei organisierter Frauenfeindlichkeit und Antifeminismus bei Lola für Demokratie e.V. zur nächsten kollegialen Austauschrunde „Antifeminismus begegnen“ einladen:
Abmahnungen, Klagen, Rechtsmissbrauch - Antifeminismus als juristische Strategie
Referent*innen:
- Vivian Kube, Rechtsanwältinnen, Legal Team FragDenStaat und Gegenrechtsschutz
- Hannah Vos, Rechtsanwältinnen, Legal Team FragDenStaat und Gegenrechtsschutz
Juristische Mittel haben sich in den vergangenen Jahren zu einer relevanten Strategie autoritärer, anti-demokratischer Akteur*innen entwickelt. Sie richten sich auch gegen Personen und Initiativen, die sich öffentlich für Geschlechtergerechtigkeit und feministische Themen einsetzen. Die Zahl der Fälle und betroffenen Themen sowie Tätigkeitsfelder scheint groß.
Mit zivilrechtlichen Maßnahmen, wie Abmahnungen und Unterlassungsaufforderungen, wird gegen Veröffentlichungen oder öffentliche Äußerungen vorgegangen. So entstehen Bedrohungsszenarien, die einschüchtern sollen. Dies kann u.a. frauen-/queerpolitisch Aktive, Gewaltschutzorganisationen, Gleichstellungs-/und Bildungsarbeit, Aufklärung über organisierte Sexarbeitsfeindlichkeit, Transfeindlichkeit, aber auch Ärzt*innen, Wissenschaftler*innen und Journalist*innen treffen. Der gesellschaftliche und politische Debattenraum wird gezielt enger gezogen, mit problematischen Auswirkungen für zivilgesellschaftliche Handlungsräume und vor allem auch für marginalisierte (Gewalt-)Betroffene. Damit werden die oft ohnehin sehr knappen Ressourcen demokratischer Initiativen/Institutionen noch mehr gebunden.
Die strategische Einschüchterung kritischer Stimmen aus Zivilgesellschaft und Öffentlichkeit mittels rechtlicher Schritte wird auch SLAPP (Strategic Lawsuits Against Public Participation, zu Deutsch: Strategische Klagen gegen öffentliche Beteiligung) genannt.
Vivian und Hannah geben einen Überblick zum Thema und stellen dabei auch die Arbeit und das Angebot des „Gegenrechtsschutz“-Fonds (ein Projekt der Gesellschaft für Freiheitsrechte und FragDenStaat) vor. Im Anschluss gibt es Raum für Fragen und kollegialen Austausch. Konkrete Fragen oder Beispiele aus der jeweiligen Arbeitspraxis können für den kollegialen Austausch mitgebracht werden.
Hinweis: Diese Veranstaltung bietet und ersetzt keine Rechtberatung.
Ablauf:
- Ankommen und Begrüßung
- Kennenlernen (Speeddating)
- Input vom Legal Team bei FragDenStaat und Gegenrechtschutz
- Austausch
Wir bitten Euch, die Einladung zur kollegialen Austauschrunde nur an Interessierte weiterzuleiten, da es ein kollegialer Austausch ist. Die Teilnahme ist nur per Anmeldung möglich und auf 45 Personen begrenzt.
Ihr habt Themenvorschläge für kollegiale Austauschrunden?
Ihr könnt uns Themen und Fragen an antifeminismus@boell.de zuschicken, die Euch interessieren oder diese selbst kurz vorstellen. Hier kann es um Input und Diskussion, um die Besprechung von Konzepten oder Veröffentlichungen, Vorstellung neuer Methoden gehen. Reminder: Wir stellen den Raum zur Verfügung, Ihr gestaltet ihn.
Hier nochmal zur Info: Die kollegiale Austauschrunde möchte
- einen Ort schaffen, an dem die Teilnehmenden Fragen, die sich aus der Beschäftigung mit dem Thema Antifeminismus ergeben, einbringen und kollegial austauschen können
- eine Gelegenheit geben, Ideen für die Zusammenarbeit von Netzwerkmitgliedern zu entwickeln und ggf. selbstorganisiert umzusetzen, z. B. durch die Gründung themenspezifischer AGs
- die Möglichkeit zum (Erfahrungs-)Austausch und Diskussion zu aktuellen Entwicklungen im Themen- und Handlungsfeld geben
- der Solidarität untereinander durch ein einfaches Austauschformat mehr Raum geben.
Wir freuen uns auf rege Teilnahme.
Solidarische Grüße vom
Gunda-Werner-Institut und der Meldestelle Antifeminismus der ZAFFA - Zentrale Anlaufstelle und Fachberatung bei organisierter Frauenfeindlichkeit und Antifeminismus bei Lola für Demokratie e.V.
Ihre Teilnahme an der Veranstaltung
» Online-Teilnahme in ZOOM
Die Zugangsdaten zur Zoom-Veranstaltung erhalten Sie 24 Stunden und erneut 2 Stunden vor der Veranstaltung per E-Mail.Sie können entweder das Client-Programm oder die App nutzen. Mit den Browsern Chrome und Edge können Sie direkt über den Zugangslink teilnehmen. Weitere Information zur Handhabung von Zoom finden Sie hier.Bitte achten Sie darauf, dass Sie die neueste Version von Zoom verwenden, damit Sie über die nötigen Einstellungen verfügen. Bei Veranstaltungen mit Publikumsbeteiligung benötigen Sie ein Mikrofon und ggf. eine Kamera.Für die Verwendung der Software Zoom übernimmt die Heinrich-Böll-Stiftung keine Haftung. Die geltenden Datenschutzrichtlinien von Zoom finden Sie hier.
Wir bitten darum, sich mit dem angemeldeten Vor-/Nachnamen oder Organisation einige Minuten vor Beginn einzuwählen, um einen reibungslosen Zutritt zu gewähren. Dafür kann die Funktion „Umbenennen“ genutzt werden.
» Einlassvorbehalt und Ausschlussklausel
Die Veranstaltenden behalten sich vor, Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit oder während der Veranstaltung durch antifeministische, trans-/queerfeindliche, rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen, Verhaltensweisen oder Störungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
Foto-, Film- oder Tonaufnahmen sind nicht erlaubt; ebenso wenig das Streamen der Veranstaltung.