Vortrag
- Dienstag, 28. April 2026 19.00 – 20.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Antifeminismus in deutschen Burschenschaften
Die elitären Männerbündnisse zeichnen sich durch den Ausschluss von Frauen, Queers, Migrant*innen, Jüd*innen und Andersdenkenden aus. Burschenschaften fungieren auch gegenwärtig als zentrale Instanzen zur Aufrechterhaltung von Männlichkeitsidealen und konservativer Vorstellungen des Geschlechterverhältnisses. Grund genug sich die Struktur mal etwas genauer anzuschauen: Burschenschaften sind nationalkonservative Studentenverbindungen, die sich auf die Prinzipien „Freiheit, Einheit, Vaterland” der im Jahr 1815 in Jena gegründeten Urburschenschaft berufen und ausschließlich Männer aufnehmen. Auch heute wirken Burschenschaften als Träger traditioneller Männlichkeitsbilder und konservativer Geschlechtervorstellungen. Historisch wie gegenwärtig reagieren sie auf Emanzipationsbewegungen häufig mit antifeministischen Positionen. Innerhalb dieser Männerbünde gelten Härte, Abgrenzung von modernen gesellschaftlichen Entwicklungen und ein erweitertes, oft deutschnational geprägtes Vaterlandsverständnis als zentrale Werte. In jüngerer Zeit treten Burschenschaften zudem politisch aktiver auf, etwa durch die Beteiligung an rechten Kampagnen und eine zunehmende Nähe zu rechtsextremen Parteien. Wie in den meisten Universitätsstädten gibt es auch in Greifswald Studentenverbindungen und Burschenschaften. In unserem Vortrag wollen wir uns mit Studentenverbindungen, Burschenschaften und einem Ideologie-Element von Burschenschaften genauer anschauen: Dem Antifeminismus.
Ort: Universität Greifswald
Kooperation: AStA der Universität Greifswald & Heinrich-Böll-Stiftung MV
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- Veranstalter*in
- Landesstiftung Mecklenburg-Vorpommern