- Sonntag, 30. August 2026 15.00 – 17.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Arbeiter*innenkultur in Kreuzberg
Stadtspaziergang
Auf dem Stadtspaziergang schauen wir uns an, wie Arbeiterinnen und Arbeiter Kreuzberg gestaltet und aufgebaut haben, wie sie dort gelebt und überlebt, gefeiert und für ihre Rechte gestritten haben und wie sie dies heute tun. Der Bogen spannt sich vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in unsere Tage.
Wie Arbeiterinnen und Arbeiter lebten und leben – steht oft nicht im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Daran hat schon Bertolt Brecht in seinem Gedicht „Fragen eines lesenden Arbeiters“ erinnert:
„Wer baute das siebentorige Theben?
In den Büchern stehen die Namen von Königen.
Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?“
Der Postzustellungsbezirk Südost 36 , oder SO 36, ist sehr bekannt. Dieser ärmere Teil von Kreuzberg war schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Menschen geprägt, die in der Berliner Industrie arbeiteten. Die Wohnverhältnisse waren beengt und Mietskasernen bestimmten das Stadtbild. Zu dieser Zeit gab es den Bezirk Kreuzberg noch gar nicht.
Wir gehen von dem Gebiet um die Wrangelstraße über das Bethanien zum Engelbecken und von dort zum ehemaligen „Exportviertel“. Der Spaziergang endet in der Otto-Suhr-Siedlung, die in den 1950er Jahren gebaut wurde.
Dabei wird ganz anschaulich deutlich, dass die Einheimischen der Gegenwart zu einem sehr großen Teil die Nachfahren von Einwanderinnen und Einwanderern aus der näheren oder ferneren Vergangenheit sind. Und natürlich waren die Arbeiterinnen und Arbeiter in dieser langen Zeit sehr unterschiedlichen Verhältnissen unterworfen. Zum Beispiel auch extremen Zwangsverhältnissen: zur Zeit des NS-Regimes mussten auch in Kreuzberg Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, vor allem, aber nicht nur aus Osteuropa schuften. Und zur Zwangsarbeit wurden auch jüdische Berlinerinnen und Berliner gezwungen.
Wir begegnen Arbeitsstätten von gestern und heute. Räume des Rückzugs wie Kneipen, Cafés und Begegnungszentren sind so bedeutsam wie Orte der Andacht, ob es Kirchen, Moscheen oder Synagogen gewesen sein mögen oder heute sind.
Wohnverhältnisse und Nachbarschaften spielen ebenso eine Rolle wie die Versuche von Menschen, ihre Rechte zu vertreten – ob nun in der Arbeiterbewegung, in Frauengruppen oder in Initiativen gegen Ausgrenzung und Verdrängung.
Wann hat es mit der gegenseitigen Unterstützung, der Solidarität geklappt? Und wie sieht es heute aus?
Wie Arbeiterinnen und Arbeiter lebten und leben – steht oft nicht im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Daran hat schon Bertolt Brecht in seinem Gedicht „Fragen eines lesenden Arbeiters“ erinnert:
„Wer baute das siebentorige Theben?
In den Büchern stehen die Namen von Königen.
Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?“
Der Postzustellungsbezirk Südost 36 , oder SO 36, ist sehr bekannt. Dieser ärmere Teil von Kreuzberg war schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Menschen geprägt, die in der Berliner Industrie arbeiteten. Die Wohnverhältnisse waren beengt und Mietskasernen bestimmten das Stadtbild. Zu dieser Zeit gab es den Bezirk Kreuzberg noch gar nicht.
Wir gehen von dem Gebiet um die Wrangelstraße über das Bethanien zum Engelbecken und von dort zum ehemaligen „Exportviertel“. Der Spaziergang endet in der Otto-Suhr-Siedlung, die in den 1950er Jahren gebaut wurde.
Dabei wird ganz anschaulich deutlich, dass die Einheimischen der Gegenwart zu einem sehr großen Teil die Nachfahren von Einwanderinnen und Einwanderern aus der näheren oder ferneren Vergangenheit sind. Und natürlich waren die Arbeiterinnen und Arbeiter in dieser langen Zeit sehr unterschiedlichen Verhältnissen unterworfen. Zum Beispiel auch extremen Zwangsverhältnissen: zur Zeit des NS-Regimes mussten auch in Kreuzberg Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, vor allem, aber nicht nur aus Osteuropa schuften. Und zur Zwangsarbeit wurden auch jüdische Berlinerinnen und Berliner gezwungen.
Wir begegnen Arbeitsstätten von gestern und heute. Räume des Rückzugs wie Kneipen, Cafés und Begegnungszentren sind so bedeutsam wie Orte der Andacht, ob es Kirchen, Moscheen oder Synagogen gewesen sein mögen oder heute sind.
Wohnverhältnisse und Nachbarschaften spielen ebenso eine Rolle wie die Versuche von Menschen, ihre Rechte zu vertreten – ob nun in der Arbeiterbewegung, in Frauengruppen oder in Initiativen gegen Ausgrenzung und Verdrängung.
Wann hat es mit der gegenseitigen Unterstützung, der Solidarität geklappt? Und wie sieht es heute aus?
- Adresse
-
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
- Veranstalter*in
- Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)
- Sprache
- Deutsch