- Freitag, 23. März 2012 – Samstag, 24. März 2012 In meinem Kalender speichern
Arbeitsverhältnisse und Kapitalismuskritik in der politischen Bildung
veranstaltet von `Rosa Luxemburg Stiftung`
Im Berufsfeld politische Bildungsarbeit gibt es viele Linke und wenig Arbeits- und Kapitalismuskritik. Um herauszufinden, warum das so ist und wie sich das ändern lässt, werden wir zwei Hypothesen prüfen: (A) Das Berufsfeld ist zum einen geprägt durch eine umfassende Prekarisierung sowie zunehmende „unternehmerische“ Selbständigkeit, die die inhaltliche Ausrichtung und die Art und Weise der Thematisierung entscheidend beeinflusst. (B) Es ist zum anderen geprägt durch didaktische und methodische Herangehensweisen, die auf Prozessorientierung und Miterleben beruhen und nicht zu der unanschaulichen Begriffswelt der Politischen Ökonomie passen.
Wenn diese Hypothesen aus der eigenen Berufs- und Lebenspraxis bestätigt werden, ist Phantasie gefragt: Wie lassen sich die engen Grenzen der Kritik ohne Selbstbeschädigung überschreiten? Wie könnte Vermittlung inhaltlich und methodisch aussehen, die jenseits von stundenlanger Lektüre dennoch theoretische Zugänge und Erkenntnisgewinn ermöglichen?