Montag, 22. Juni 2009 – Dienstag, 23. Juni 2009 In meinem Kalender speichern

The Arts and the City – Wege zu einer Berliner Kunsthalle

Workshops, Vorträge und Podiumsdiskussion

Parallel zum Kunstmarktboom der letzten Jahre verstehen sich Kunstzentren zahlreicher europäischer Metropolen zunehmend als Orte „kritischen Realismus’“ und „utopischer Inklusion“. Sie hegen den Anspruch, künstlerische Produktions- und Rezeptionsprozesse allen sozialen Gruppierungen zu öffnen. Dabei geht jede Stadt eigene Wege, um lokal Impulse zu setzen und international Anschluss zu finden. Während in Madrid, Paris und Istanbul in den letzten Jahren neue Zentren für zeitgenössische Kunst eröffnet haben, ist Berlin noch auf der Suche nach seinem zentralen Schauplatz der Gegenwartskunst. Die Debatte um diese neue – vom Regierenden Bürgermeister Berlins versprochene – Institution wird seit einigen Jahren unter dem Begriff „Berliner Kunsthalle“ geführt.

Auf der Suche nach dem Profil und der Aufgabenstellung der zukünftigen Berliner Kunsthalle präsentiert die Veranstaltung europäische Kunstzentren ohne musealen Ansatz, die innovative Produktions- und Vermittlungsansätze aufweisen und sich zugleich auf dem internationalen Parkett ästhetischer Praxis bewegen. In Workshops, Vorträgen und einer Podiumsdiskussion werden die Erfahrungen dieser Kunstzentren diskutiert und auf die Frage der zukünftigen Berliner Kunsthalle fokussiert. Die Präsentation von architektonischen Visionen eines neuen Berliner Kunstzentrums rundet das Programm ab.

Workshops
Mo, 22. Juni, 16.00-20.00 Uhr
Di, 23. Juni, 10.00-14.00 Uhr
Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, Berlin-Mitte
Begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich: stadtpolitik@bildungswerk-boell.de

Der zweitägige Workshop will einen internationalen Erfahrungsaustausch zur Interaktion zwischen zeitgenössischer Kunst und urbanen Szenarien initiieren. Die Diskussion von zentralen Aspekten der Praxis innovativer europäischer Kunstzentren bildet die Grundlage für die Debatte um die konzeptionellen Voraussetzungen einer zukünftigen Berliner Kunsthalle. Der Workshop richtet sich an Praktiker, Experten und Politiker aus den Bereichen Kunst, Kultur und Stadtentwicklung. Die Ergebnisse der Workshops werden durch eine audiovisuelle Dokumentation und eine Buch-Publikation der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Präsentation und Empfang
Mo, 22. Juni, ab 21 Uhr
Bourouina Gallery, Charlottenstr. 2

Am Abend des ersten Workshoptages werden architektonische Visionen einer Berliner Kunsthalle sowie eines Kreativquartiers um den Blumengroßmarkt in der Südlichen Friedrichstadt vorgestellt. Die Studien der Büros Gonzalez Haase AAS und SAM-Architekten verweisen auf die Potenziale und Chancen eines neuen Kunstzentrums in Berlin.

Vorträge und Podiumsdiskussion
Di, 23. Juni 2009, 18.30 – 21.30 Uhr
Temporäre Kunsthalle Berlin, Schlossplatz
(Freier Eintritt, keine Anmeldung erforderlich)

Im Anschluss an den zweitägigen Workshop präsentieren sich die eingeladenen Kunstzentren in der Temporären Kunsthalle Berlin – dem Schauplatz für die Debatten um eine ständige Berliner Kunsthalle. Die Podiumsdiskussion mit Berliner Kulturexperten fragt nach den Optionen für eine zukünftige Berliner Kunsthalle: Wie innovativ sollte eine Berliner Kunsthalle sein? Wie weit können die Erfahrungen anderer Kunstmetropolen inspirierend aufgegriffen werden?

Mit Vorträgen von:
Vasif Kortun (Platform Garanti, Istanbul)
Pablo Berástegui (Matadero, Madrid)
Constance de Cobiére (Le 104, Paris)
Rike Frank (European Kunsthalle, Köln)
weitere Gäste:
Charlotte Klonk (Humbold-Universität zu Berlin)
Thomas Eller (Temporäre Kunsthalle Berlin)

berliner-kunsthalle.de