Dienstag, 24. Januar 2012 – Donnerstag, 23. Februar 2012 In meinem Kalender speichern

Ausstellung: Alphabet

Heimatkunde – Heimatwunde

Jannis Psychopedis ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Künstler Griechenlands. Seine Kunst ist in Athen im öffentlichen Raum, in U-Bahn-Stationen und Hallen zu sehen. Jannis Psychopedis kommentiert und kritisiert sein Land. Er nimmt Stellung zur aktuellen Krise. Und er versucht es mit seinen Mitteln, den Mitteln der europäischen Kunst, zu verstehen: die Brüche seiner Geschichte, die nie geheilten Wunden aus deutscher Besatzung, Bürgerkrieg und Diktatur, die den Rekurs auf die Idealwelt der Antike und die Ästhetik von Sonne und Meer zur Lüge werden lassen.

Die Ausstellung in den Räumen der Heinrich-Böll-Stiftung zeigt eine Auswahl von älteren und neueren Werken mit Kommentaren und kritischen Bezügen zu Geschichte, Gesellschaft, Kultur, Ideologie und Mythen Griechenlands.

Andreas Poltermann, Leiter der Abteilung Politische Bildung Inland der Heinrich-Böll-Stiftung und enger Freund von Jannis Psychopedis, wird durch die Ausstellung führen, dabei gibt es Gelegenheit zum Austausch über die aktuelle Situation in Griechenland.