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Online-Workshop
- Mittwoch, 29. November 2023 09.30 – 12.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Barrierefreiheit und Social Media
Modul 2 der internen Fortbildungsreihe "Intersektionale politische Bildung"
Digitale Inhalte wie Webseiten und PDF Dokumente können für Menschen mit Behinderungen viele Barrieren aufweisen. Beispielsweise können Menschen mit einer Sehbehinderung schwache Kontraste nur begrenzt wahrnehmen. Ein eingeschränktes Sichtfeld kann es erschweren einen Gesamtüberblick über eine Seite zu bekommen und die Navigation erschweren. Blinde Menschen können rein visuelle Inhalte nicht wahrnehmen und haben somit keinen Zugang zu den enthaltenen Informationen. Menschen mit einer motorischen Behinderung können unter Umständen keine Maus bedienen oder zu kleine Buttons nur schwer ansteuern.
Digitale Barrierefreiheit bedeutet Menschen mit Behinderung die Möglichkeit zu geben, sich auf unterschiedliche Weise selbstständig durch digitale Inhalte zu navigieren.
Ein internes Weiterbildungsangebot in der Reihe „Kompetenzprofil Intersektionale Politische Bildungsarbeit“ des Stiftungsverbunds.
Die Schulung besteht aus einer einführenden Präsentation, in der die Grundlagen barrierefreier Dokumente und der geltenden Standards vermittelt werden. Im Anschluss wird praktisch gearbeitet. Es werden Übungen durchgeführt sowie die Stärken und Schwächen von verschiedenen Social Media Kanälen bezüglich Barrierefreiheit kennengelernt. Die einzelnen Übungen beinhalten die folgenden Themen:
- Eine Einführung: Hilfstechnologien, die User*innengruppen und Standards
- Social Media im Vergleich (Instagram, Facebook und Twitter)
- Barrierefreie Bild und Video-Inhalte
- Typographie und die Verwendung von Smileys
- Links, Hashtags und Texte
- Mit der Fokusgruppe kommunizieren
- Spezifika der einzelnen Medien (Bio, Reels, etc.)
Wir werden konkret mit Fallbeispiele aus unseren Social-Media Kanäle arbeiten.
Gerne können konkrete Fragen im Vorab an romano@petra-kelly-stiftung.de geschickt werden.
Weitere Informationen:
Die Teilnehmendenanzahl ist auf 30 begrenzt.
Vorläufiges Programm:
09.30 - 10.00 Uhr Eine Einführung: Die gängigsten Hilfstechnologien, die User*innengruppen und Standards
10.00 - 11.00 Uhr Die grundlegenden Konzepte:
- Ein guter Alternativtext - welche Informationen sind für verschiedene optische Social-Media Inhalte für blinde Personen hinterlegbar und wichtig
- Barrierefreie Bilder - Kontraste, Farbfehlsichtigkeiten, Motive und sonstige Barrieren
- Videos - Untertitel, Titel und Transkripte; Optische bzw. akustische Barrieren erkennen und beseitigen
- Typographie und die Verwendung von Smileys
- Links, Hashtags, barrierefrei gendern und Texte
- Mit der Fokusgruppe kommunizieren
11.00 - 11.15 Uhr Pause
11.15 - 12.30 Uhr: Plattformen im Vergleich (Schwerpunkt Instagram und Facebook): YouTube, Facebook, Instagram und Twitter im Vergleich. Was kann wo umgesetzt werden und wo sind jeweils die Grenzen? Hier werden wir von Content bis zu den Infos der Accounts selbst alle wichtigen Kriterien durchsprechen. Beispiele aus der Praxis: Hier können beispielhaft Social-Media Accounts der Teilnehmer*innen oder YouTube-Videos betrachtet und als Übung auf Barrierefreiheit geprüft und überarbeitet werden
Workshopleitung:
Sophie Johanning, Silta
Während ihres Physikstudiums hat Sophie Johanning als Assistentin für den Autor und Barrierefreiheits-Consultant Domingos de Oliveira von netz-barrierefrei.de gearbeitet. Dabei bemerkte sie, dass gerade im Bereich der digitalen Barrierefreiheit nicht nur belastbare Daten, sondern auch intelligente Software-Lösungen fehlen. Aus diesem Grund gründete sie 2021 das Netzwerk von Silta. Neben ihrer Arbeit als selbständige Consultant für Ministerien wie das BMAS und das BMU sowie diverse Universitäten arbeitet sie mit ihrem Team an der Entwicklung von Softwareanwendungen zur Behebung von Alltagsproblemen in der digitalen Barrierefreiheit.