Freitag, 13. Februar 2009 14.00 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Beitrag des bürgerschaftlichen Engagements älterer Menschen

veranstaltet von der Friedrich-Ebert-Stiftung

Klischeehafte und unrealistische Altersbilder sind in unserer Gesellschaft noch tief verwurzelt. Die Vielfalt und Heterogenität des Alters kommt in den vorherrschenden Altersbildern nicht genug zum Ausdruck. Altersbilder, die positive Aspekte des Alterns hervorheben, eröffnen Handlungsspielräume für ältere Menschen. Umgekehrt können negative Altersbilder dazu beitragen, dass bestehende Handlungsspielräume nicht wahrgenommen und genutzt werden.

Einerseits tragen ältere Menschen selbst durch ihr Handeln zur Entstehung und Veränderung von Altersbildern bei. Andererseits beeinflussen Altersbilder auf individueller und gesellschaftlicher Ebene die Wahrnehmung und Beurteilung von älteren Menschen, die Gestaltung von sozialen Interaktionen mit ihnen sowie die Erwartungen an den eigenen Altersprozess und die persönliche Lebenssituation der älteren Menschen.

Auch die sozialen und politischen Rahmenbedingungen tragen ganz wesentlich dazu bei, dass die Kompetenzen und Erfahrungen älterer Menschen erhalten, entwickelt und gesellschaftlich genutzt werden und so in der öffentlichen Wahrnehmung als ein wichtiger Indikator für die Entwicklung realistischer Altersbilder erscheinen.

Aufgrund der Bedeutung, die Altersbilder für individuelles und gesellschaftliches Handeln haben, ist deren kritische Reflexion als eine bedeutsame Aufgabe zu sehen, sowohl für ältere Menschen als auch für Entscheidungsträger in ihren politischen, kulturellen und sozialen Institutionen.
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