Donnerstag, 14. Oktober 2004 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Berlin: After 9/11 – Medien und Krieg im Zeitalter des Info-Terrors

Vortrag, Film und Diskussion in englischer Sprache

Der 11. September 2001 hat nicht nur den weltweiten „War on Terror“ ausgelöst, sondern auch die globale Informationssphäre nachhaltig verändert. Die Bombardierung von Radiosendern, „embedded Journalism“ im Irak-Krieg, die Nutzung des Internet für terroristische Propaganda und die Entwicklung von Informationskriegs- Konzepten im Militär sind nur einige Anzeichen für das neue Zeitalter des „Info- Terrors“.<br><br> James Der Derian, Leiter des „Information Technology, War, and Peace Project“ an der Brown University, beschäftigt sich seit Jahren mit dem „militärisch-industriellen Medien-Entertainment-Netzwerkes“ (MIME- NET), das den alten „militärisch- industriellen Komplex“ des Industriezeitalters abgelöst hat. Er hat Paul Virilio in den USA herausgegeben, die Postmoderne-Debatte in die Theorie der internationalen Beziehungen eingeführt, ist Autor mehrerer Bücher zum Thema Informationskrieg und regelmäßiger Autor für das Cyber-Magazin Wired, die New York Times und andere.<br><br> Das neueste Ergebnis dieser Arbeit ist eine Dokumentation über den Informationsterror nach dem 11.9. Der einstündige Film, der in Zusammenarbeit mit Udris-Productions erstellt wurde, vollzieht die Emergenz eines Zeitalters des „Info-Terrors“ vom 11.9.2001 bis zum Krieg im Irak nach. Mittels Multimedia- Montagen und Experten-Interviews untersucht er die machtvolle neue Matrix von Terror, Technologie und Informationskrieg im 21. Jahrhundert.<br><br> Die Heinrich Böll Stiftung und die Forschungsgruppe Informationsgesellschaft und Sicherheitspolitik laden ein, dieses Thema aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Nach einem Vortrag von James Der Derian wird der Film gezeigt, anschließend gibt es Gelegenheit zur Diskussion.<br><br> <b>Mit:</b> Prof. James Der Derian, Brown University
After 9/11