- Freitag, 17. Dezember 2004 12.00 – 15.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Berlin: Der Fall Chodorkowskij
Mit:<br>
<b>Jurij Schmidt</b>, Rechtsanwalt von
Michail Chodorkowskij, St. Petersburg<br>
<b>Julia Latynina</b>, Publizistin und
Wirtschaftskommentatorin, Moskau<br>
<b>Arsenij Roginskij</b>,
Vorstandsvorsitzender Memorial<br><br>
Am 5. Oktober 2004 haben 49
Unterzeichnerinnen und Unterzeichner die
russischen Behörden zu <b><a
href="http://www.boell.de/de/05_world/2915.html">"Rechtsstaatlichkeit
und Gerechtigkeit im Fall
Chodorkowskij"</a> </b>
aufgerufen. Sie setzten sich unter anderem
für "rechtsstaatliche Vorgehensweisen gegen
den Konzern und seine früheren
Verantwortlichen" ein. Die Unterzeichner
forderten "offene, transparente
rechtsstaatliche Verfahren und die strikte
Achtung des internationalen, auch in
Russland geltenden Rechts der
Unschuldsvermutung für die
Angeklagten".<br><br>
Das Strafverfahren gegen den Anteilseigner
und früheren Vorstandsvorsitzenden des
Ölkonzerns Yukos, Michail Chodorkowskij,
und seinen Geschäftspartner Platon Lebedew
wird seit Juni vor dem zuständigen Moskauer
Gericht durchgeführt. Bis Mitte November
wurden die Zeugen der Anklage vernommen,
seither diejenigen der Verteidigung. Ein
Ende des Prozesses ist noch nicht
absehbar.<br><br>
Die Unterzeichner laden zu einer
Informations- und Diskussionsveranstaltung
über den Prozessverlauf und seine Bedeutung
für die politische Kultur Russlands
ein.<br><br>
Jurij Schmidt, Rechtsanwalt von Michail
Chodorkowskij, St. Petersburg; Julia
Latynina, Publizistin und
Wirtschaftskommentatorin, Moskau und
Arsenij Roginskij, Vorstandsvorsitzender
Memorial, werden unserer Gäste sein. Sie
werden über juristische, politische und
wirtschaftliche Aspekte des Verfahrens
gegen Chodorkowskij und Lebedew sowie über
politische und wirtschaftliche Hintergründe
des staatlichen Vorgehens gegen den
Ölkonzern Yukos berichten. Anschließend
werden sie für eine Diskussion zu Verfügung
stehen.
Aus deutscher Perspektive wird Sabine
Leutheuser-Schnarrenberger kommentieren.<br>
Es moderiert Sabine Adler
(Deutschlandradio).<br><br>
Die Veranstaltung wird simultan übersetzt.
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin