Montag, 04. Oktober 2004 20.00 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Berlin: Der neue Antisemitismus

Hinter den Kulissen der Normalität

Mit: <b>Philip Gessler </b> (Autor), <br><b>Bettina Gaus</b> (taz) <br><b>Michael Kiefer </b> (Islamwissenschaftler) <br> <b>Ralf Fücks </b> (Heinrich-Böll-Stiftung) <br>Moderation: <b>Marianne Zepp </b> (Heinrich-Böll-Stiftung) <br><br> Vorstellung des Buches durch Bettina Gaus anschließend Diskussion <br><br> Wie antisemitisch sind die Deutschen? Die vergangenen Monate brachten einige Gewissheiten ins Schwanken: Die Skandale um Jürgen Möllemann und Martin Hohmann deuteten an, dass antisemitische Vorurteile bis tief in die Mitte unserer Gesellschaft existieren, eine EU- Studie legte nahe, dass Antisemitismus unter muslimischen Einwanderern weit verbreitet ist - und Antisemitismusvorwürfe gegen Globalisierungsgegner und Attac-Aktivisten haben den Mythos des linken "Gutmenschen" zerstört. <br><br> Taz-Redakteur Philipp Gessler untersucht in seinem Buch, wie verbreitet antisemitische Einstellungen in Teilen unserer Gesellschaft sind. Anschaulich zeigt er, welche Formen Antisemitismus in den verschiedenen Bevölkerungsgruppen annehmen kann: In welchem Kontext, in welcher Sprache, mit welchen Argumentationsmustern äußert er sich heute? <br><br> An diesem Abend diskutieren Philip Gessler, Michael Kiefer und Ralf Fücks die neuen Formen des alten Antisemitismus und seine politischen, sozialen und psychologischen Wurzeln und Motivationen. <br><br> Das Buch erscheint im Herder-Verlag und liegt während der Veranstaltung zum Verkauf aus. <br><br> Die Heinrich-Böll-Stiftung und The American Jewish Committee Berlin veröffentlichten im Juli 2004 Empfehlungen zur Bekämpfung des Antisemitismus. Das Policy Paper "Der neue alte Antisemitismus" steht als <a href="http://www.boell.de/downloads/demo kratie/policy_paper_antisemitismus.pdf"> <b>Download</b></a> bereit