Mittwoch, 23. Juni 2004 19.30 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Berlin: Die Genfer Initiative

Zwischen Road-Map und Disengagement Plan

Diskussion mit palästinensischen und israelischen Mit-Initiatoren der "Genfer Initiative"<br><br> <b>TeilnehmerInnen:</b> <ul><li><b>Dror Sternschuss</b>, Mitglied des israelischen Verhandlungsteams der Genfer Initiative, als PR-Experte leitete er u.a. Kampagnen von Peace Now, der Ayalon/Nusseibeh Initiative</li><li> <b>Jamal A. Zakout</b>, Mitglied des palästinensischen Verhandlungsteams der GI, stellv. Vorsitzender der FIDA, Mitunterzeichner des Aufrufs palästinensischer Intellektueller und Politiker gegen Selbstmordattentate</li><li> <b>Danit Nitzan</b>, Politik- und Literaturwissenschaftlerin, Herausgeberin des Haaretz Health Magazine, Journalistin beim Haaretz Weekend Magazine </li><li><b>Dr. Awad Hegazi</b>, Politikwissenschaftler und Schriftsteller, Referent im palästinensischen Innenministerium </li></ul> <b>Moderation</b>: <br><b>Bernd Asbach</b>, Leiter des Referates Naher/Mittlerer Osten der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin <br><br> Anfang Dezember 2003 trat eine israelisch- palästinensische Delegation unter Führung des früheren israelischen Justizministers Yossi Beilin und des ehemaligen Kulturministers der palästinensischen Autonomiebehörde Yasser Abed Rabbo zur Unterzeichnung eines gemeinsam erarbeiteten Dokuments vor die Öffentlichkeit. An der Genfer Initiative (GI) war seit den abgebrochenen israelisch- palästinensischen Verhandlungen in Taba im Januar 2001 gearbeitet worden. Nach dem Scheitern verschiedenster Pläne und Abkommen seit Oslo bildet die GI ein Novum, indem sie sowohl konkrete Vorschläge zur Lösung allgemeiner Fragen, als auch der bisher ausgeklammerten zentralen Probleme (Souveränität, Jerusalem, Flüchtlinge, Siedlungen und Sicherheit) erarbeitet hat. <br><br> Nach dem Scheitern der politisch Verantwortlichen beider Seiten und deren Ablehnung sowohl der GI als auch anderer Initiativen, wie z. B. der des ehemaligen israelischen Geheimdienstchefs Ayalon und des Direktors der Al-Quds Universität Nusseibeh, richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Zivilgesellschaft - als Hoffnungsträger für ein Ende der Gewalt in Nahost. <br><br> Die israelischen und palästinensischen Gäste stellen die Ansätze, die Entwicklung und den aktuellen Stand der GI dar. Sie berichten von Akzeptanz, Kritik und Widerständen in ihren Gesellschaften und von Aktivitäten gegen die festgefahrene politische Situation, von der Notwendigkeit einer breiten internationalen Anerkennung und Unterstützung für alternative politische und zivilgesellschaftliche Initiativen zur Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts. <br><br> Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Eine Simultanübersetzung wird für eine begrenzte Zahl von TeilnehmerInnen bereit gestellt.