- Donnerstag, 19. Mai 2005 19.00 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Berlin: Die Google-Gesellschaft
Auf dem Weg zur informationellen Einfalt?
<b>Zusammenfassungen der Veranstaltung</b>
finden
Sie hier:<br>
<a href="http://www.netzpolitik.org/?p=815">
http://www.netzpolitik.org/?p=815</a><br>
<br>Die Diskussion wird
mitgeschnitten und später an dieser Stelle
zur Verfügung gestellt.<br><br>Wie wir heute
Wissen entwickeln, verändern, verbreiten
und aneignen, unterscheidet sich in
vielfältiger Weise von früheren Formen.
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Das neu erschienene Buch »Die
Google-Gesellschaft. Vom digitalen Wandel
des
Wissens« greift dieses Thema auf und geht
der Frage nach, ob die Google-Gesellschaft
in einer informationellen Einfalt endet oder
in einem Wissensparadies ankommt. Dies,
so die Autoren, entscheidet sich nicht
zuletzt mit den kommenden
Weichenstellungen für die Ausgestaltung
der digitalen Wissensordnung, in der
angesichts der Informationsüberflutung
Suchmaschinen eine wichtige Rolle spielen.
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Diese bilden die Tore ins Internet –
allen
voran Marktführer Google, der innerhalb
weniger Jahre zum wertvollsten
Internetunternehmen der Welt wurde.
Allein in Deutschland nutzen rund 80
Prozent der Internet-Surfer seine Dienste,
weltweit liegen ähnliche Zahlen vor. Was
wir wissen, wissen wir immer häufiger aus
dem Netz – und wo dies steht, erfahren wir
immer öfters von Google.
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Doch wie das Milliardengeschäft mit der
Suche im Internet funktioniert, wissen nur
die Wenigsten. Ein tieferer Blick in
Funktionsweise und Geschäftsmodelle der
Suchmaschinen lässt mehrere
Fragekomplexe erkennen, denen sich die
Betreiber, aber auch die Nutzer von
Suchmaschinen stellen müssen: Die
Zensur und das Filtern von
Suchergebnissen, der Schutz der
Verbraucherdaten und die Qualität der
Suchertreffer.
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Weil diese Fragen sowohl die
Wissensaneignung als auch die
Bürgerrechte (informationelle
Selbstbestimmung, Datenschutz) betreffen
und eng mit den Fragen der Regulierung
des Netzes verbunden sind, verdienen sie
stärker als bisher öffentlich debattiert zu
werden. Auch weil wichtige
Entscheidungen über die Regulierung des
Internet (Internet Governance) auf dem
Weltgipfel zur Informationsgesellschaft
(WSIS) der UNO im November in Tunis auf
der Tagesordnung stehen.
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Die Diskussion mit VertreterInnen der
Branche, der NutzerInnen und der Politik
wird erörtern, wie und welches Wissen
über die Suchmaschinen zugänglich ist. Es
soll dabei erfragt werden, welche Probleme
mit der marktbeherrschenden Stellung von
Google verbunden sind und wie das
Unternehmen mit dieser Verantwortung
umgeht. Auch die Alternativen sollen dabei
diskutiert werden, um schließlich zu
schauen, ob die »Google-Gesellschaft«, in
der private Anbieter den Zugang zum
Wissen organisieren, eher Erfüllung oder
Abgesang auf eine demokratische
Wissensgesellschaft ist.
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin