- Freitag, 18. März 2005 10.30 – 17.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Berlin: Für eine grundlegende Reform des Lehrberufs
9. Gespräch über Bildung
Für die Reform des Unterrichts in
Deutschland sind die
Lehrpersonen der Schlüssel. Darauf hat die
Bildungskommission
der Heinrich-Böll-Stiftung in ihrer
Empfehlung
“Professionalität und Ethos – Für eine
grundlegende Reform
des Lehrberufs” hingewiesen. Die Stärke
deutscher Lehrpersonen
liegt in ihrer Fachkompetenz und der
Vermittlung
von Faktenwissen. Ihre Schwächen wiegen
demgegenüber
schwerer. Ihre Diagnosefähigkeit ist
gering; es gibt wenig
Ansätze zur Individualisierung von
Unterricht. Die sozial
selektive Funktion der Schule prägt den
Lehrberuf stark, die
umfassende Förderung der Kinder und
Jugendlichen steht
nicht im Mittelpunkt.
<br><br>
Die zunehmende Heterogenität von
Kindern und Jugendlichen
macht es jedoch notwendig, mit
Unterschiedlichkeit besser
umzugehen und individualisierende
Lernsituationen herzustellen.
Auch Lehrpersonen stehen vor der
Aufgabe, ihren beruflichen
Auftrag kontinuierlich neu zu bestimmen
und aus
gesellschaftlichen Veränderungen
Folgerungen für ihre Arbeit
zu ziehen. Die Übernahme der
Verantwortung für das Wohl
der Kinder und ihre Zukunft prägt den
Lehrberuf und muss
die bestimmende Norm sein – vergleichbar
mit dem
Hippokratischen Eid von Ärzten.
Mit dem 9. Gespräch über Bildung stellt die
Heinrich-Böll-
Stiftung den OECD-Lehrerbericht und
konkrete Ansätze zur
Reform der LehrerInnenbildung zur
Diskussion.<br><br>
Mit: <br>
<b>Paulo Santiago </b>(OECD), <br>
<b>Hermann Lange </b>(ehem. Staatsrat
in Hamburg), <br>
<b>Jürg Sonderegger </b>(PH
Rorschach/Schweiz) u.a.<br><br>
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin