Dienstag, 11. Mai 2004 20.00 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Berlin: Gil Courtemanche, Ein Sonntag am Pool in Kigali

Lesung und Diskussion

Begrüßung:<br> Helge Malchow, Verlag Kiepenheuer&Witsch<br> Antonie Nord, Heinrich-Böll-Stiftung <br> <br> Es liest: <br> Wolfgang Niedecken, Künstler (BAP) und Botschafter von 'Gemeinsam für Afrika' <br><br> Diskussion mit:<br><ul><li> Gil Courtemanche, Autor, Kanada</li><li> Christina Nkulikiyinka, Botschaftsrätin der Republik Ruanda</li><li> Rupert Neudeck, GRÜNHELME e.V.</li></ul> Moderation: Dominic Johnson, taz <br><br> "Ein Sonntag am Pool in Kigali" ist ein Roman, eine Chronik und ein Bericht über eines der schlimmsten Massaker in der Geschichte, bei dem 800.000 Menschen den Tod fanden. Ein Roman, der den Opfern des Völkermords in Ruanda ein Gesicht gibt.<br> Ein Hotelpool in Kigali 1994, Treffpunkt für Entwicklungshelfer, Botschaftsangestellte, Journalisten, Geistliche, Prostituierte, Politiker und alle, die in Ruanda das Sagen haben. Hier verliebt sich der alternde kanadische Journalist Valcourt in die schöne junge Kellnerin Gentille, eine Hutu, die aussieht wie eine Tutsi und deshalb verfolgt wird. <br> In dem Land, das von Aids und Armut gezeichnet ist, verdichten sich die Hinweise auf den bevorstehenden Völkermord. Straßensperren werden errichtet, Freunde werden umgebracht, und die öffentlichen Tötungsaufrufe nehmen zu. Gentille und Valcourt hoffen vergebens auf Hilfe von außen - von den Vereinten Nationen, deren Blauhelmtruppen in Ruanda anwesend sind, von den Menschenrechtsorganisationen, von der Kirche. Vor den Augen der Öffentlichkeit bricht die Hölle los, die das Schicksal der kleinen Gemeinschaft besiegelt. <br><br> In der anschließenden Diskussion über das Buch wird es neben Fragen von Schuld und Verantwortung auch um die Gegenwart und Zukunft des Landes gehen.