- Donnerstag, 16. Juni 2005 19.30 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Berlin: Politik für Menschenrechte
Sind Menschenrechte Leitlinien der Politik?
Seit dem 1. Januar 2005 ist Tom Koenigs –
von Bundesaußenminister
Fischer ernannt – Beauftragter für
Menschenrechtspolitik
und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt.
Die tatsächliche Umsetzung bestehender
Menschenrechtsverpflichtungen,
ihre Beachtung in allen Bereichen von
Politik und Gesellschaft und ihre
Fortentwicklung im europäischen Rahmen
– diese Ziele hat sich Tom Koenigs für
seine Arbeit als Beauftragter gesetzt.
Nach seiner bald halbjährigen Amtszeit
interessiert im Sinne einer ersten Bilanz
die Frage, ob und wie es ihm gelingt, seine
Ziele umzusetzen. Welche Instrumente der
Menschenrechtspolitik nutzen wirklich?
Welche dienen eher der Dekoration?
Welche Bedeutung haben regionale und
internationale Institutionen? Welche Rolle
misst die Bundesregierung
Nichtregierungsorganisationen und
Menschenrechtsverteidigern bei?
In der Diskussion geht es zudem um
widersprüchliche Entwicklungen in der
Menschenrechtspolitik: die großen
Fortschritte, aber auch die Rückschläge
sollen beurteilt werden.<br><br>
Tom Koenigs leitete von 2002 bis 2004 als
Sondergesandter des Generalsekretärs der
Vereinten Nationen die VN-
Beobachtermission MINIGUA in Guatemala,
die zur Überwachung des 1996
unterzeichneten Friedensabkommens
zwischen den vormaligen
Bürgerkriegsparteien eingesetzt worden
war. Im Rahmen dieses Abkommens
spielte die Aufarbeitung der in den
Bürgerkriegsjahren begangenen
Menschenrechtsverletzungen
mithilfe der hierfür geschaffenen
Wahrheitskommission eine
zentrale Rolle.<br><br>
In den Jahren 1999-2002 war er als
stellvertretender Sondergesandter
des Generalsekretärs der Vereinten
Nationen im Kosovo für die allgemeine
Zivilverwaltung verantwortlich..<br><br>
Mit:<br>
<b>Tom Koenigs</b><br>
Beauftragter der Bundesregierung für
Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe
im Auswärtigen Amt
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin