Dienstag, 26. Oktober 2004 – Mittwoch, 27. Oktober 2004 In meinem Kalender speichern

Berlin: Südostasien - Auf dem Weg zu einer `guten Gesellschaft`?

Zivilgesellschaftliche Akteure, Staat und Unternehmer in Südostasien – Förderer oder Blockierer einer starken, demokratischen und sozial gerechten Gesellschaft?<br><br> Mit: Prof. Shalini Randeria, Ulil Abshar- Abdallah, Dr. Adam Fforde, Prof. Bui The Cuong, Prof. Kasian Tejapira u.a. <br><br> In Südostasien, wie in anderen Teilen der Welt auch, scheint die sogenannte Demokratisierungswelle auszulaufen: Während sich Thailand auf dem Weg in einen neuen Autoritarismus befindet, erscheint die neue Demokratie in Indonesien eher als eine Fortsetzung des alten Regimes. Und in Vietnam will die Kommunistische Partei nach einem hoffnungsvollen reformpolitischen Aufbruch Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre die Macht immer noch nicht mit anderen politischen Kräften teilen. In dieser Situation richten sich viele Hoffnungen auf zivilgesellschaftliche Akteure und Vorstellungen, trotz oder vielleicht gerade wegen der Undeutlichkeit zivilgesellschaftlicher Konzepte. Doch was verstehen die gesellschaftlichen Akteure in den genannten Ländern unter Zivilgesellschaft, welche Vorstellungen von Demokratie, sozialer Gerechtigkeit und Gleichheit der Geschlechter entwickeln sie? Existieren Gemeinsamkeiten zivilgesellschaftlicher Vorstellungen und Realitäten?<br><br> Aus einer anderen Perspektive wird deutlich, dass auch staatliche und ökonomische Akteure in Thailand, Indonesien und Vietnam Begriffe wie Zivilgesellschaft, Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Gleichheit der Geschlechter unterschiedlich interpretieren. Welche Faktoren formen und bestimmen ihre Handlungsweisen? Wie verstehen sie ihre eigene politische Rolle und welche Rollen schreiben sie den anderen Akteuren zu?<br><br> Diese Fragen analysieren zivilgesellschaftliche Akteure und Wissenschaftler aus Thailand, Indonesien, Vietnam, den USA und Europa in einem zweitägigen Workshop auf Einladung der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin. Die Beiträge am ersten Tag beschäftigen sich mit den Gemeinsamkeiten, Kontinuitäten und Variationen zivilgesellschaftlicher Vorstellungen und Realitäten in Südostasien. Am zweiten Tag diskutieren ExpertInnen, warum die Demokratisierungsprozesse in diesen Ländern zum Stillstand gekommen sind, weshalb ein roll back nicht verhindert wurde und welchen Beitrag staatliche, zivilgesellschaftliche und ökonomische Akteure zur Demokratisierung oder zum Scheitern solcher Prozesse leisten bzw. geleistet haben. Es soll aber skizziert werden, wie der politischer Spielraum für zivilgesellschaftliche Akteure vergrößert werden kann und welcher Allianzen es dazu bedarf. <br><br> <b>Ein Hintergrundpapier zur Konferenz k&ouml;nnen Sie <a href="http://www.boell.de/downloads/vkal4 /gute_gesellschaft_asien.pdf" target="_blank">hier herunter laden</a>.</b><br><br> <b>Das vollständige Programm <a href="http://www.boell.de/downloads/vkal4 /zivilgesellschaft_suedostasien.pdf" target="_blank"> finden Sie hier</a>.</b> <br><br> <b><a href="http://www.boell.de/downloads/vkal4 /EinlGutegesellschaft.pdf" target="_blank">Download des Flyers</b></a>