- Dienstag, 12. April 2011 17.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Berlin: Tschernobyl 25 - expeditionen
Lesung und Ausstellungseröffnung
Die Ausstellung `Straße der Enthusiasten` zeigt anlässlich von 25 Jahre Tschernobyl die Geschichte vom Aufstieg und Fall der Stadt Pripyat nahe des Unglücksortes. Fotografien von Robert Polidori, Andrij Krementschouk und Sergij Nekhajew (1980 - 2010) sowie sowjetische Plakate, Eco-Poster der Gruppe BLOCK4 aus Charkiw und Lyrik von Lina Kostenko (Kiew) verdeutlichen die Dimensionen der Katastrophe im Kontext von unbedingtem Fortschrittsglauben und `enthusiastischer Industrialisierung`. Zur Eröffnung liest Juri Andruchowytsch aus seinem Essay `Der Stern Absinth. Notizen zu einem verbitterten Jubiläum`.
25 Jahre nach Tschernobyl spielt Nukleartechnologie in den energiepolitischen Strategien vieler Staaten wieder eine wichtige Rolle. Während der neuerliche GAU von Fukushima die Atomdiskussion in Deutschland vollkommen verändert hat, bleiben die Folgen in anderen Ländern Mittel- und Osteuropas und der USA bislang begrenzt. Gibt es eine Neudefinition der Bedeutung von Atomenergie? Bleibt der Glaube an die Kernkraft in einigen Ländern unerschütterlich, falls Fukushima bald wieder unter Kontrolle gerät?
Die Ausstellung `Die Straße der Enthusiasten` ist vom 13.- 20. April 2011 (Mo-Do 9-20 Uhr, Fr 9-14 Uhr, So 15-19 Uhr) in der Heinrich-Böll-Stiftung zu sehen. Danach in den Städten Brüssel, Kiew, Gartow und Freiburg.
Mit:
- Juri Andruchowytsch (Schriftsteller, Ukraine)
- Rebecca Harms (MdEP, Die Grünen/ EFA)
- Walter Mossmann ( Publizist und Kurator der Ausstellung `Die Straße der Enthusiasten`, Freiburg)
- Renate Künast (MdB, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/ Die Grünen)
- Krzysztof Zmijewski (Generalsekretär des nationalen Beirats für Emissionsminderung, Polen)
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin