Dienstag, 11. März 2008 19.30 – 00.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Beziehungen: Zeitgenössische Kunst in Afrika im Verhältnis zu Europa

Vortrag:
Youma Fall, Kuratorin im Team für die Dakar Biennale DAK'ART für zeitgenössische afrikanische Kunst, Senegal
Moderation:
Judith Strohm, AfricAvenir, Berlin
       
Das AfricAvenir Dialogforum und die Heinrich-Böll-Stiftung laden ein zu einer Diskussion um zeitgenössische Kunst in Afrika. Die Vielfalt von Ausdruck und Themen, die sich in der gegenwärtigen Kunstszene des afrikanischen Kontinents entwickelt hat, findet in Europa bislang wenig Beachtung. `Ist zeitgenössische Kunst aus Afrika afrikanisch?` `Von wem wird sie zur afrikanischen Kunst gemacht?`.             

Es soll im Vortrag und dem anschließenden Publikumsgespräch sowohl um mehr Informationen über die Realität zeitgenössischer Kunst (am Beispiel der DAK'ART), ihrer Themen und Wirkungen gehen, als auch um die Wechselwirkungen in der Beziehung zu Europa im Rahmen längst internationalisierter Bezüge:             

Wie stark bilden sich soziale und politisch relevante Themen des Kontinents bzw. einer globalisierten Welt im zeitgenössischen Kunstschaffen in Afrika ab? Wie wird kulturelle Diversität genutzt? Wie verstehen sich gerade
jüngere KünstlerInnen? -  Wollen sie weg von der
`Afrikanisierung` ihrer Kunst, da sie sich und ihr Werk als `globalisiert` und `hybridisiert` verstehen, oder gibt es gar eine gegenläufige Entwicklung, die die Identität als AfrikanerIn unterstreicht? Haben die noch wenigen institutionalisierten Vernetzungen und Kooperationen der Kunstschaffenden Afrikas und Europas einen Einfluss auf die Beziehungen der beiden Kontinente? Bestehen gerade im Kunst- und Kulturbereich Potenziale für eine visionäre  Veränderung dieses vorbelasteten Verhältnisses?