Mittwoch, 18. September 2013 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Big Pharma - Mehr Nutzen als Schaden?

Podiumsdiskussion

Die Arzneimittelindustrie sieht ihre Milliarden-Investitionen in die Forschung als großen Beitrag zur Verbesserung von Gesundheit. Damit rechtfertigt Big Pharma hohe Arzneimittelpreise. Die Kritik an der Arzneimittelindustrie lautet: Sie beeinflusst massiv die Gesetzgebung im eigenen Interesse und sichert sich staatlich garantierte Monopole, die stark überhöhte Preise für Medikamente ermöglichen. Und das zu Lasten von Krankenversicherungen, Steuerzahlern und Patienten.

Dem durch Werbung, Sponsoring, Drittmittel und Zuwendungen geschönten Bild der Industrie wollen die Podiumsteilnehmer eine kritische Bestandsaufnahme entgegenstellen. Sie werden Fragen nach Schaden und Nutzen stellen und Lösungswege erörtern.

10 Prozent der Ausgaben für Forschung und Entwicklung stehen 40 Prozent der Ausgaben für Marketing und Verwaltung gegenüber. Unter den neu zugelassenen Arzneimitteln sind nur 10-15 Prozent Wirkstoffe mit erkennbaren Zusatznutzen gegenüber Standardtherapien und nur 2-3 Prozent echte Durchbrüche in der Therapie, der Rest sind Pseudoinnovationen, die durch Werbung auf den Markt gedrückt werden, weil niemand sie wirklich braucht. In den USA wurden nahezu alle großen Arzneimittelunternehmen durch Gerichte wegen Betrug, Unterdrückung bzw. Manipulierung von Studienergebnissen, rechtswidrige Propagierung von Arzneimitteln für Krankheiten, für die sie nicht zugelassen sind, u.ä. rechtskräftig verurteilt.