Workshopreihe

Samstag, 25. April 2026 10.00 – 17.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Workshopreihe

Bildertheater

"Theater der Unterdrückten" als Tool politischer Bildung 1

Der Workshop

Was wir nicht in Worte fassen können, wir oft durch Bilder greifbar. Als praktischen Einstieg ins Theater der Unterdrückten, erkunden wir mit dem Bildertheater wie Macht und Unterdrückung körperlich dargestellt und analysiert werden können. Durch körperliche Übungen und das Arbeiten mit Standbildern entwickeln wir unsere Idealbilder von Gesellschaft und finden Wege dorthin. Die Methode ermöglicht einen niedrigschwelligen Zugang zum Theater der Unterdrückten. Ihr könnt sie im Anschluss auch in Bildungs-, Gruppen- und Aktivismus-Kontexten selbst einsetzen.


Die Fortbildungsreihe

Das Theater der Unterdrückten ist ein schauspielerischer Werkzeugkoffer zur politischen Selbstermächtigung. Entwickelt in den 1970er Jahren vom brasilianischen Theatermacher Augusto Boal, gibt es heute weltweit Gruppen und Aktive, die diese Theaterpraxis leben und weiterentwickeln. Theater bleibt hier nicht länger eine Aufführung für passive Zuschauer*innen, sondern schafft Raum für einen kollektiven Austauschprozess, in dem das Publikum aktiv in Szenen eingreift, neue Perspektiven gewinnt und Handlungsalternativen für den Alltag erprobt.

An zwei Workshoptagen bieten wir eine praxisnahe Einführung in diese Form politischer Theaterarbeit.

In Teil 2, am Samstag, 9.5. in Halle (Saale), richten wir den Blick auf die politischen und methodischen Hintergründe des Theaters der Unterdrückten. Bei der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt gibt es bald mehr Infos und die Anmeldung.

Für wen: Die Workshops richten sich an Studierende, Lehrkräfte, politische Bildner*innen, Sozialarbeitende, Jugendleiter*innen und alle Interessierten, die nach kreativen und partizipativen Wegen suchen, gesellschaftliche Fragen gemeinsam zu erkunden und Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Beide Workshoptage können einzeln oder zusammen besucht werden.


Die Referentin

Käthe Scherf arbeitet seit 2017 als Theaterpädagogin und Schauspielerin mit dem Theater der Unterdrückten. Sie ist Teil des Forumtheater Leipzig e.V., einem Zusammenschluss theaterinteressierter Menschen aus verschiedenen Disziplinen, die der Wunsch vereint unsere heterogene Gesellschaft zu gestalten, Teilhabe zu fördern und damit demokratische Grundwerte zu stärken. Hierfür fahren wir mit unseren Stücken in erster Linie in ländliche und kleinstädtische Gebiete in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Besonders wichtig sind uns dabei der Austausch zwischen verschiedenen Milieus und Weltsichten, ein spielerischer Umgang mit Konflikten und Freude am gemeinsamen Scheitern.


Rahmen

Die Teilnahme ist kostenlos. Es gibt ein gemeinsames Mittagessen. Wir bitten um verbindliche Anmeldung für beide Termine einzeln.

Infos zu Barrieren: Der Workshop-Raum ist stufenlos und rollstuhlgerecht erreichbar. Es gibt ein barrierefreies WC. Der Workshop findet in deutscher Lautsprache statt.

 

 

Veranstaltungsreihe
"Theater der Unterdrückten" als Tool politischer Bildung
Weitere Termine
Samstag, 09. Mai 2026
Adresse
Emils Ecke
Emil-Wölk-Straße 5
07747 Jena-Lobeda
Veranstalter*in
Landesstiftung Thüringen
Sprache
Deutsch
Teilnahmegebühren
kostenlos